Mit wenig Geld investieren – so geht’s!

Nachhaltige Anlagemöglichkeiten

Lohnt es sich, mit wenig Geld zu investieren? Klare Antwort von Verbraucherschützern: ja. Nie zuvor hatten Investoren auch mit wenig Kapital so viele Anlagemöglichkeiten wie heute. Interessante Investments, wie der Kauf von Immobilien und andere chancenreiche Projektbeteiligungen, stehen nicht mehr nur vermögenden Investoren offen.

Möglich machen dies neue digitale Investmentmodelle, Online-Vertriebswege und innovative Anlegerverwaltungssoftware, die die Strukturierungs-, Vertriebs und Verwaltungskosten für Privatinvestoren im Vergleich zu traditionellen Anlageprodukten stark reduzieren. Hierzu gehören zum Beispiel Innovationen wie das Crowdinvesting. Auf diese Weise können exklusive Märkte einem großen Kreis von Privatanlegern zugänglich gemacht werden, die sich nun auch mit vergleichsweise kleinen Summen an aussichtsreichen Projekten beteiligen können.

Investieren mit wenig Kapital: Eine Herausforderung in der Niedrigzinsphase

Das ist mit Blick auf den Vermögensaufbau wichtiger denn je. Eine erfolgreiche Geldanlage ist in Zeiten historisch niedriger Zinsen zu einer besonderen Herausforderung geworden. Das Marktumfeld macht Investitionsentscheidungen für Privatanleger zunehmend schwierig. Das gilt insbesondere für Investoren, die wenig Geld anlegen wollen. Herkömmliche Anlageformen wie Tages- und Festgeld oder gar das Sparbuch sind längst nicht mehr rentierlich. Im Gegenteil: Gemessen an der Kaufkraft machen konventionelle Sparer seit Jahren Verluste. Das wird wegen des dauerhaft niedrigen Zinsniveaus auch auf absehbare Zeit so bleiben. Privatinvestoren müssen nach Anlagealternativen suchen.

Angesichts der schwierigen Marktsituation lautet die zentrale Frage: Wie legt man wenig Geld gut an? Die eine beste Anlage für wenig Geld gibt es zwar nicht. Doch selbst wer nur eine geringe Summe investieren möchte, hat heute eine Vielzahl von Möglichkeiten, die die Chance auf eine gute Rendite bieten. In der Regel bedeutet die Aussicht auf einen überdurchschnittlichen Anlagegewinn allerdings auch ein höheres Risiko für den Investor.

Investment-Fahrplan: Wie legt man kleines Geld gut an?

Darum raten Verbraucherschützer Anlegern dazu, ihr Portfolio möglichst breit aufzustellen und die Anlage auf mehrere Investments zu verteilen. Mehrere kleine Geldanlagen bieten im Gegensatz zu wenigen großen erheblich mehr Anlagesicherheit und eröffnen zudem die Chance auf eine stabile Rendite. Diese Strategie funktioniert jedoch nur, wenn Privatinvestoren auf Assets aus unterschiedlichen Anlageklassen setzen und so ihr Portfolio hinsichtlich Chance und Risiko ausbalancieren.

Die Diversifikation des Portfolios funktioniert bereits mit einer geringen Summe. Vor der eigentlichen Anlageentscheidung sind jedoch zwei Basics wichtig:

  1. Schulden tilgen

Geld anlegen und gleichzeitig Dispozinsen zahlen – das ist kein sinnvolles Investment-Modell. Denn die Dispozinsen sind ein großer Kostenfaktor, der mögliche Geldanlagegewinne aus kleineren Investments zunichte machen kann. Aktuell liegt der durchschnittliche Dispozins deutscher Banken und Sparkassen bei rund 9,6 Prozent, in der Spitze gar bei 14 Prozent. Der Sollzins lässt sich mit keiner seriösen Geldanlage ausgleichen. Darum ist Schuldentilgung zunächst das beste Investment, insbesondere für Anleger, die nur wenig Geld investieren möchten. Sie hat absolute Priorität.

  1. Liquidität sichern

Sind die Schulden beglichen, empfiehlt es sich, einen „Notgroschen“ in Höhe von zwei bis drei Monatsgehältern schnell verfügbar zu parken. Dafür eignet sich trotz schlechter Verzinsung beispielsweise ein Tagesgeldkonto. Es geht nicht um Zinserträge, sondern darum, kurzfristig Liquidität für unvorhergesehene Ausgaben sicherzustellen.

Investment-Optionen: Wenig Geld schnell vermehren

Sind diese Basics erledigt, geht es darum, nach passenden Anlageoptionen zu suchen. In ein gutes Portfolio gehören sowohl sichere Investments mit geringer Rendite als auch chancenreiche Anlagen, bei denen Investoren auch das Risiko von Verlusten in Kauf nehmen müssen. Spekulative Geldanlagen sind als Beimischung wichtig, um eine gute Gesamtrendite zu erzielen und die Chance zu haben, wenig Geld schnell vermehren zu können. Doch wie investiere ich kleine Summen am besten? Hier sind Beispiele.

Investieren mit wenig Kapital: Crowdinvesting erhöht die Renditechancen

Vor allem das Crowdinvesting eröffnet völlig neue Möglichkeiten, mit wenig Geld zu investieren. In der Regel können sich Privatinvestoren schon mit geringen Summen an Immobilien-, Schiffs- und IT-Projekten wie auch Unternehmen beteiligen, die bislang nur großen Kapitalgebern offenstanden. Durch die Crowdfinanzierung können kostenintensive Projekte dank der Vielzahl an Investoren realisiert werden. Die große Anzahl von Anlegern ermöglicht dabei deutlich geringere Mindestinvestitionssummen der Einzelnen.

Der Vorteil solcher Investments: Sie bieten die Chance auf Renditen, die deutlich über denen klassischer Anlageprodukte liegen. Allerdings besteht grundsätzlich das Risiko, wie bei anderen chancenreichen Anlageklassen wie Aktien und Anleihen auch, dass die Rendite geringer als prognostiziert oder gänzlich ausfällt und das eingesetzte Kapital teilweise oder ganz verloren geht.

Mit wenig Geld investieren und trotzdem das Kapital breit streuen

Die breite Streuung des Kapitals ist essentiell für die Risikominimierung im Zusammenhang mit Investitionen. Dabei werden verschiedene Anlageklassen mit unterschiedlichen Laufzeiten und Risikoklassen in das Portfolio eines Investors aufgenommen. Auf diese Weise bleibt ein Anleger auch bei Verlusten eines Assets stets liquide.

Dank geringer Mindesteinlagesummen vieler Geldanlagen können auch Anleger, die mit wenig Geld investieren, ihr Verlustrisiko auf mehrere Assets streuen. Gleichzeitig können Privatinvestoren zusätzlich Rücklagen bilden, um unvorhergesehene alltägliche Kosten abzudecken.

Welche Chancen Mikroinvestments bieten

Die Mikroinvestment-Strategie eröffnet die Chance auf überdurchschnittliche Renditen. Zudem verringern viele kleinere Geldanlagen das Anlagerisiko ganz erheblich: Wirft ein kleines Investment nicht die erwartete Rendite ab oder bringt gar Verluste, lässt sich das durch Gewinne aus anderen Geldanlagen ausgleichen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass keine einzige der ausgewählten Geldanlagen Rendite erwirtschaftet, ist dagegen eher gering und sinkt mit der steigenden Zahl der Mikroinvestments. Durch verschiedene Investitionen mit wenig Geld wird somit das Verlustrisiko innerhalb des Gesamtportfolios minimiert.

Mit wenig Geld in die aussichtsreiche Anlageklasse der Schiffe investieren

Aufgrund hoher Mindestzeichnungssummen stand die Geldanlage in Schiffe bislang lediglich vermögenden oder institutionellen Investoren offen. Dank der Crowdfinanzierung über die Vermittlungsplattform New Shore Invest bietet sich nun auch Privatinvestoren die Möglichkeit, sich mit wenig Geld an aussichtsreichen Schiffsprojekten zu beteiligen.

Investments sind bereits ab einer Zeichnungssumme von 1.000 Euro möglich. Dies bietet Anlegern die Möglichkeit, ihr verfügbares Kapital auch auf weitere Anlageklassen zu streuen und damit ihr Verlustrisiko zu minimieren.

Crowdlending: Kleinkredite für gute Geschäftsideen

Auch das so genannte Crowdlending eignet sich zum Investieren mit wenig Geld. Kreditnehmer sind in der Regel Unternehmen oder Personen, die für ihre Geschäftsidee kein Geld von einer Bank bekommen und deshalb auf Privatpersonen als Kleinkreditgeber ausweichen. Dies geschieht meist über einen Online-Kreditmarktplatz, der Geldgeber und Kreditnehmer zusammenführt und dafür eine Vermittlungsgebühr kassiert.

Meist ist die Bonität der Kreditnehmer relativ gering. Für den Kreditgeber steht dem erhöhten Ausfallrisiko die Chance auf eine überdurchschnittliche Rendite gegenüber. Auch Investoren, die nur wenig Geld anlegen, können als Geldgeber auftreten. Der Chance auf Gewinne steht die Gefahr gegenüber, Teile des eingesetzten Kapitals oder gar die gesamte Anlage zu verlieren. Darum macht es Sinn, stets nur kleines Geld anzulegen und zur Risikominimierung mehrere spekulative Projekte parallel mit geringen Summen zu finanzieren. Die Mindestanlage liegt bei vielen Projekten nur bei 100 Euro und ist nach oben offen.

Investieren mit wenig Geld in Aktien: Vorsicht, Kursschwankungen!

Für Investoren, die nur wenig Geld anlegen wollen oder können, ist der Kauf von Einzelaktien keine Option. Denn kleine Summen lassen sich nicht breit auf eine Vielzahl von Aktien aus verschiedenen Branchen und Ländern streuen. Kursschwankungen schlagen daher voll auf den Wert des Aktienpakets durch, was Investments in einzelne Titel hochriskant macht.

Erheblich sicherer sind Anlagen in gemanagten Aktienfonds. Sie sind schon mit einer geringen Einmalinvestition oder einem kleinen monatlichen Betrag möglich, erlauben eine breite Streuung der Anlage auf verschiedene Aktien aus unterschiedlichen Branchen und Ländern und bieten die Chance auf Kursgewinne. Laut dem Deutschen Aktieninstitut lag die durchschnittliche Rendite einer über 20 Jahre laufenden Geldanlage in den Deutschen Aktienindex (DAX) bei 8,9 Prozent pro Jahr.

Allerdings sagt die Rendite in der Vergangenheit nichts darüber aus, wie sie sich in der Zukunft entwickeln wird, zumal das deutsche Börsenbarometer derzeit auch aufgrund der Corona-Pandemie stagniert. Viele Analysten warnen zudem, dass der reale Wert der Unternehmen über ihrem Börsenwert liege, was für eine „Blasenbildung“ an den Börsen spricht.

Eine günstige Alternative zu Aktienfonds sind börsengehandelte ETFs (exchange-traded Funds), die nicht aktiv gemanagt werden, sondern nur einen Index wie zum Beispiel den Deutschen Aktienindex (DAX) abbilden. Im Vergleich zu herkömmlichen Fonds entfallen bei ETFs die Managementkosten. Was bleibt, ist nicht nur die Chance auf eine überdurchschnittliche Rendite, sondern auch das Risiko von Kursverlusten wie bei gemanagten Aktienfonds.

Wie Nebenkosten die Rendite zerstören

Grundsätzlich müssen Investoren bei allen Geldanlagen neben der Renditechance immer auch die Nebenkosten mit einkalkulieren. Das gilt ganz besonders beim Investieren mit wenig Geld. Denn pauschale Kosten, die zum Beispiel pro Transaktion anfallen, belasten die Rendite bei kleinen Investitionen überproportional schwer.

Im Fall von Schiffswertpapieren der Hamburger New Shore Invest spielen Nebenkosten keine Rolle. Privatanleger profitieren davon, dass für den Investitionsprozess dank digitaler und effizienter Emission und Verwaltung keine Verwaltungs- oder Verwahrungskosten anfallen. Die mögliche Rendite wird somit nicht geschmälert. Anders als bei der New Shore Invest werden Crowdinvesting-Investoren bei anderen Projekten in der Regel mit Nebenkosten von 5 bis 10 Prozent der Anlagesumme belastet.

Natürlich wirkt sich auch die steuerliche Behandlung möglicher Gewinne auf die Rendite aus. Erträge aus Schiffswertpapieren der New Shore Invest werden nicht mit der Kapitalertragssteuer in Höhe von 25 Prozent sowie Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls der Kirchensteuer belegt. Stattdessen gilt die Tonnagesteuer, die unter 1 Prozent liegt. Das bedeutet, dass Gewinne nahezu steuerfrei an die Investoren fließen. 

Bei Aktienfonds stehen möglichen Kursgewinnen teils erhebliche Nebenkosten gegenüber. Dazu zählen Ausgabeaufschläge von durchschnittlich 5 Prozent beim Kauf von Aktien- oder Immobilienfonds sowie Verwaltungskosten für das Fondsmanagement von bis zu 2,5 Prozent pro Jahr. Hinzu kommen pauschale Gebühren für das Wertpapierdepot bei der Bank oder Sparkasse. All diese Kosten wirken sich negativ auf die potenzielle Rendite aus. Bei kleinen Investitionen besteht die Gefahr, dass nach Abzug der Gebühren kein Gewinn oder gar ein Verlust entsteht. Verbleibt ein Gewinn, wird er oberhalb der Freigrenzen pauschal mit der Kaitalertragssteuer von 25 Prozent belegt.

All dies sollten insbesondere Anleger einkalkulieren, die wenig Geld gut investieren wollen. Ein Investment ist nur dann gut, wenn die Ertragschance stimmt und Steuern und Nebenkosten möglichst gering sind – und nicht am Ende einen großen Teil des Gewinns aufzehren oder gar die komplette Rendite kosten.

Gesetzlicher Warnhinweis:
Der Erwerb von Schiffswertpapieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.