Crowdinvesting: Was es so interessant für Privatinvestoren macht

Crowdinvesting Kleinsparer

Crowdinvesting ist eine noch junge Finanzierungsform, die sich speziell für Privatanleger eignet. Das Prinzip ist einfach: Viele Investoren beteiligen sich jeweils mit einer relativ geringen Anlagesumme an einem Unternehmen oder Projekt. Im Erfolgsfall sind die Geldgeber am Gewinn beteiligt, oder sie erhalten einen fixen, vom Gewinn unabhängigen Zins.

Doch ganz so einfach ist es nicht. Denn der Mikroinvestor kann sein Geld auch verlieren. Lesen Sie hier, wie Crowdinvesting funktioniert und welche Vor- und Nachteile Privatanleger abwägen müssen.

Der Markt für Crowdinvesting wächst rasant

Crowdinvesting ist per Definition eine Art der „Schwarmfinanzierung“, bei der sich eine größere Anzahl von Geldgebern (Crowd ist der englische Begriff für Schwarm oder Masse) an einer Investition beteiligt. Meist geht es dabei um die Finanzierung von Immobilien- oder Energieprojekten, Start-up-Firmen oder neuen Produkten beziehungsweise ihrer Entwicklung.

Mittlerweile hat sich diese aus den USA stammende Geldanlagemöglichkeit auch in Deutschland etabliert. Der Markt ist in den vergangenen Jahren dynamisch gewachsen. Das in Deutschland über Crowdinvesting vermittelte Kapitalvolumen lag bis Mitte 2018 bei knapp 450 Millionen Euro. Die Hälfte dieser Summe entfiel dabei laut Branchenportal Crowdinvest.de auf Immobilienprojekte. Längst nutzen auch große, etablierte Unternehmen Crowdinvesting zur Finanzierung einzelner Vorhaben.

Anlageform Crowdinvesting: Chancen und Risiken

Experten erwarten einen weiteren starken Anstieg von Crowdinvestments. Die Geldanlageform bietet Privatinvestoren eine ganze Reihe von Vorteilen:

  • Sie steht grundsätzlich jedem Anleger offen.
  • Jeder Investor entscheidet innerhalb eines vom Anbieter vorgegebenen Rahmens flexibel über seine individuelle Anlagesumme. Die meisten Beteiligungs-Offerten liegen zwischen 250 und 10.000 Euro.
  • Der Anleger hat die Möglichkeit, eine relativ geringe Summe gezielt in ein klar definiertes Projekt zu investieren und so sein Anlageportfolio zu diversifizieren.
  • Die Renditechancen liegen in der Regel weit über dem, was die klassischen Anlageprodukte von Banken und Sparkassen wie Tages- oder Festgeld aktuell abwerfen.
  • Die Anlageform eröffnet Privatinvestoren die Möglichkeit, auch in größere Projekte zu investieren, die sonst nur großen Kapitalgebern offenstehen.
  • Die Investition lässt sich schnell und einfach über die Internetseite des zu finanzierenden Unternehmens oder alternativ über Portale abwickeln, die sich auf Crowdinvesting spezialisiert haben.

All dies macht die neue Geldanlageform für Privatinvestoren sehr interessant. Doch es steht den genannten Vorteilen auch eine Reihe von Risiken gegenüber:

  • Die Rendite wird in der Regel nicht garantiert. Sie kann geringer als prognostiziert sein oder komplett ausfallen. Bislang war das partiarische Dralehen die typische Beteiligungsform. Des Öfteren werden in der jüngeren Vergangenheit auch Wertpapiere (z.B. Anleihen) über Crowdinvesting-Plattformen angeboten.
  • Bei der Investition handelt es sich zumeist um eine unternehmerische Beteiligung, die scheitern kann. Dann läuft der Privatanleger Gefahr, finanzielle Einbußen bis hin zum Totalverlust zu erleiden.
  • Innerhalb der vereinbarten Laufzeit ist das Investitionskapital grundsätzlich gebunden. Beim klassischen Crowdinvesting kam der Investor daher vorzeitig im Regelfall nicht an sein Geld.

Von New Shore Invest vermittelte Schiffsbeteiligungen sind handelbar

Die Beteiligung an von New Shore Invest vermittelten Schiffsprojekten erfolgt dagegen über handelbare Wertpapiere. Sie können, ähnlich wie Aktien, jederzeit an einen Dritten übertragen werden, falls sich ein Käufer für das Papier findet. Um den Handel mit Schiffsbeteiligungen zu vereinfachen, wird New Shore Invest zudem an der Entwicklung einer Handelsplattform arbeiten, um einen liquiden Zweitmarkt abbilden zu können. Über die Plattform wird es Anlegern möglich sein, Ihre Beteiligung bei Bedarf schon vor dem Ende der Laufzeit zu verkaufen. Gleichzeitig haben Anleger die Möglichkeit des späteren Einstiegs, falls sie  die ursprüngliche Zeichnungsfrist verpasst haben.

Fazit: Crowdinvesting eignet sich als Ergänzung des Anlageportfolios und für Investoren, die bereit sind, für die Chance auf eine überdurchschnittliche Rendite auch ein erhöhtes Anlagerisiko einzugehen. Verbraucherschützer raten Privatanlegern generell dazu, ihr Kapital möglichst breit zu streuen und auch in sichere Anlagen zu investieren, damit sie eventuelle Verluste einzelner Anlagen jederzeit ausgleichen können.

Bildnachweis: iStock, 625877788, Sarawutnam

Gesetzlicher Warnhinweis:
Der Erwerb von Schiffswertpapieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.