Diversifikation des Portfolios: So streuen Anleger ihr Risiko

Diversifikation des Portfolios

Mit Hilfe des magischen Dreiecks des Investierens wird deutlich, dass Risiko und Rendite beim Investieren in starkem Zusammenhang stehen. Besitzt eine Geldanlage gute Renditeaussichten, so ist auch das Verlustrisiko höher und anders herum. Das würde bedeuten, dass Anleger, die Vermögen aufbauen wollen, sehr hohe Risiken eingehen müssen.
Die Lösung für dieses Problem ist die Diversifikation Ihres Portfolios. Mit Hilfe eines diversifizierten Investmentportfolios können Anleger trotz höherer Renditechancen ihre Risiken streuen.
Lesen Sie im Folgenden, was sich hinter der Diversifikationsstrategie verbirgt und welche Anlagen sich besonders gut für ein diversifiziertes Portfolio eignen.

1. Was ist Diversifikation?

Die Diversifikation (auch Diversifizierung genannt) beschreibt eine Strategie, die der Risikostreuung bei Geldanlagen dient. Das Prinzip ist hierbei, dass Anleger sich ein Portfolio aufbauen, das verschiedene Anlagen aus unterschiedlichen Assetklassen enthält. Auf diese Weise streuen Investoren ihr Risiko, denn sollte eine Anlage Verlust schreiben, kann dieser durch die Gewinne einer anderen Anlage ausgeglichen werden.
Im Gegensatz zu der Investition in lediglich eine Anlage können Investoren mit dieser Strategie nicht ihr Gesamtkapital verlieren, da dieses über mehrere Assets verteilt ist.

2. Das macht eine gute Diversifizierung aus

Indem Investoren ihr Portfolio aus verschiedenen Anlageklassen aufbauen, werden sie unabhängiger von einzelnen Anlagen. Für eine umfassende Diversifizierung sollten Anleger darauf achten, dass sich die verschiedenen Anlagen zusätzlich hinsichtlich folgender Kriterien unterscheiden:

Verschiedene Risikoklassen sorgen für Risikominimierung

Die verschiedenen Risikoklassen sorgen dafür, dass das Portfolio eine gute Variation zwischen chancenreichen und sicheren Anlagen enthält. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass Anleger jederzeit über liquide Mittel verfügen und mit aussichtsreicheren Assets höhere Renditechancen erreichen können. Dabei ist die Risikogewichtung des Portfolios von dem individuellen Anlageziel und vom Anlage-Typ des Investors abhängig.

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Durch unterschiedliche Laufzeiten stets über liquide Mittel verfügen

Nicht nur Anlagen mit unterschiedlichen Anlageklassen gehören in ein diversifiziertes Portfolio, auch innerhalb der Laufzeiten sollten die Assets variieren. Grundsätzlich ist es ratsam, die eigenen Geldanlagen langfristig zu betrachten. Allerdings sollten auch kurz- und mittelfristige Assets im Portfolio enthalten sein, damit Investoren zu jedem Zeitpunkt über liquide Mittel verfügen können. Vor der Investition sollten Anleger daher darauf achten, ob es für diese Anlagemöglichkeit feste Laufzeiten gibt oder der Zugriff auf das Kapital jederzeit möglich ist.

Mit dem Blick auf Korrelation die Wechselbeziehung der Anlagen erkennen

Bei der Diversifizierung kommt es nicht allein darauf an, so viele Anlagen wie möglich in sein Portfolio aufzunehmen. Vielmehr müssen Investoren darauf achten, in welcher Beziehung die einzelnen Anlagen zueinander stehen. Man spricht in diesem Zusammenhang von der Korrelation.
Je weniger die einzelnen Anlagen eines Portfolios miteinander korrelieren, desto besser streuen Anleger ihr Risiko. Besonders vorteilhaft sind Geldanlagen, die möglichst unterschiedlich auf Einflüsse und Marktentwicklungen reagieren. Ist der kausale Zusammenhang zwischen den verschiedenen Anlagen zu groß, besteht das Klumpenrisiko. Das bedeutet: Wenn eine Anlage in ihrem Wert sinkt, können auch andere Assets innerhalb des Portfolios sinken, da diese in einem engen Zusammenhang stehen. Somit könnte das gesamte Portfolio starke Verluste erleiden.
Um dieses Risiko zu minimieren, sollten Anleger darauf achten, in welcher Beziehung die Anlagen zueinander stehen und zusätzlich in verschiedene Instrumente, Branchen, Märkte und zum Beispiel Länder investieren.

Tipp

Ein Beispiel für Geldanlagen mit einer geringen Korrelation sind Aktien und Goldanlagen. Diese Assets verhalten sich häufig gegenläufig zueinander. Das bedeutet, sollten Aktien in ihrem Wert sinken, steigen Goldanlagen häufig in ihrem Wert an.

3. Ein beispielhaftes Portfolio nach der Diversifikationsstrategie

Möchten Anleger nun ein diversifiziertes Portfolio aufbauen, ist es wichtig, dass sie stets eine Barreserve halten. Diese kann beispielsweise auf einem Giro- oder Tagesgeldkonto anlegt werden. So können Anleger jederzeit über ihr Geld verfügen und sind damit auch auf unvorhergesehene Ereignisse vorbereitet.
Doch mit diesen Geldanlagen allein können Investoren kein Vermögen aufbauen. Es fehlen daher noch chancenreiche Anlagen aus verschiedenen Assetklassen in dem Portfolio, die sich in ihrer Risikoklasse, Laufzeit und Korrelation unterscheiden.

Folgend finden Sie eine beispielhafte Darstellung für die Diversifikation eines Portfolios.

diversifikation

Einlagen wurden in diesem Beispiel zur Sicherstellung der Liquidität gewählt. Als weitere sichere Anlageklasse gelten Staatsanleihen von Industrieländern, wie Deutschland oder den USA. Mit einigen von ihnen erhalten Investoren derzeit zwar Negativzinsen, allerdings sind diese auch besonders sicher.
Für höhere Renditeaussichten sind in diesem Portfolio Wertpapiere wie Unternehmensanleihen, Aktien und Fonds gewählt worden. Aktienfonds eignen sich hierbei für Personen, die ihr Risiko streuen möchten, allerdings nicht genug Vermögen haben, um in sehr viele Einzelwerte zu investieren. Der Grund hierfür ist, dass in dem Fond selbst bereits verschiedene Wertpapiere enthalten sind.
Auch Immobilien können in ein Investmentportfolio aufgenommen werden. Sie sind wertbeständig und der Bedarf an Wohnraum steigt stetig. Allerdings ist diese Anlageform auch besonders risikoreich und erfordert beim Kauf der Immobilie sehr viel Eigenkapital, die Eintrittsbarriere ist also sehr hoch.
Als zusätzliche Erweiterung des Portfolios um eine aussichtsreiche Anlageklasse eignen sich besonders Schiffsinvestments. Bei ihnen können Anleger schon ab 1.000€ von einer niedrigeren Steuerlast und laufenden Ausschüttungen profitieren.

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Fazit

Die Diversifizierung des Portfolios ist die Lösung für Anleger, um höhere Renditechancen bei Verringerung des Verlustrisikos zu erreichen. Dabei sollten sich die enthaltenen Anlagen hinsichtlich ihrer Anlage- und Risikoklasse sowie in der Laufzeit und der Korrelation unterscheiden.
Für ein diversifiziertes Portfolio eignen sich beispielsweise Anlagen wie Tages- und Festgeld, Anleihen, ETFs, Aktien und Schiffsinvestments. Die Herausforderung ist dabei auch über längere Zeiträume die Diversifikationsstrategie zu betreiben und konsistent vor jeder Geldanlage zu prüfen, ob dieses Asset ideal in das Portfolio passt.

Gesetzlicher Warnhinweis:
Der Erwerb von Schiffswertpapieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.
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