Die häufigsten Fehler beim Investieren – so können Sie sie vermeiden

Fehler beim Investieren

Insbesondere Einsteiger des Kapitalmarkts haben Angst, mit ihren Geldanlagen Fehler zu begehen. Seien Sie sich aber bewusst, dass Fehler beim Investieren, wie auch in jeder anderen Lebenslage, normal und sogar nützlich sind. Nur aus Fehlern kann man für zukünftige Situationen lernen.
Allerdings müssen Sie nicht jeden Fehler selbst begehen. Sie können auch aus den Fehlern Anderer lernen. Deshalb haben wir für Sie die 9 häufigsten Investment-Fehler zusammengestellt und verraten Ihnen, wie man diese vermeiden kann.

1. Ohne Ziel investieren

Zu Beginn jedes Investments sollten Anleger definieren, mit welchem Anlageziel sie Geld anlegen möchten. Ob für den Vermögensaufbau, für die Rente oder zur Erfüllung eines Wunsches, nicht mit jeder Geldanlage lässt sich auch jedes Ziel erreichen. Die Geldanlage in ausschließlich sichere Assets eignet sich beispielsweise nicht für das Ziel des Vermögensaufbaus.
Die verschiedenen Anlagen unterscheiden sich dabei hinsichtlich ihres Risikos, ihrer Liquidierbarkeit und ihrer Rendite (magisches Dreieck des Investierens).
Nur mit einem festgelegten Ziel können Anleger also die passenden Geldanlagen wählen. Das bedeutet, dass auch jede neue Anlage zu dem Anlageziel des Anlegers passen muss.

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In unserem Artikel: “Geld anlegen für Anfänger: auf das Anlageziel kommt es an” finden Sie detaillierte Informationen zu diesem Thema.

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2. Risiken unterschätzen

Bis auf Sparbuch, Tages- und Festgeld birgt jede Geldanlage Risiken. Die meisten chancenreichen Assets, wie Aktien, Fonds und Schiffsinvestments, besitzen das Teil- oder Totalverlustrisiko des eingesetzten Kapitals, dies müssen Anleger bei jeder Investition beachten. Anleger können also im schlimmsten Fall ihre ganze Anlagesumme verlieren. Man sollte also nicht den Fehler begehen und das Risiko einer Investition unterschätzen.
Für Investoren ist es demnach sinnvoll, eine Rücklage und liquide Mittel vorzuhalten, sodass sie bei Verlusten nicht ihr gesamtes Kapital verlieren.

3. Vermögen ohne Risiko aufbauen wollen

Die Risiken einer Geldanlage sollten nicht unterschätzt werden. Allerdings dürfen Anleger auch nicht erwarten, dass sie nur mit sicheren Assets ein Vermögen aufbauen können. Mit Anlagemöglichkeiten wie Tages-, Festgeld oder dem Sparbuch gehen Anleger zwar kein Risiko ein, allerdings können sie in der Zeit von Niedrigzinsen und einer Inflationsrate von 1,1% allein mit diesen Einlagen kein Vermögen aufbauen.
Für das Anlageziel des Vermögensaufbaus müssen Investoren auch in chancenreiche und damit risikoreichere Anlagen wie Aktien, ETFs und Schiffsinvestments investieren. Nur so ist eine höhere Rendite möglich.

4. Nur auf die Empfehlungen anderer achten

Anleger sollten sich nicht ausschließlich auf den Rat ihrer Freunde oder Vermögensvermittler verlassen, sondern sich stets selbst über die jeweilige Anlage informieren.
Vermittler und Manager verfolgen mit ihrer Arbeit stets eigene Interessen. Es ist wichtig, dass Investoren die jeweilige Geldanlage auch aus eigener Überzeugung erwerben und die Risiken und Chancen dieser vollständig verstehen.

5. Gebühren und Steuern nicht berücksichtigen

Für die meisten Anlagen fallen Kosten wie Zeichnungs-, Depot- oder Transaktionsgebühren an. Aus diesem Grund ist der Vergleich verschiedener Angebote wichtig.
Außerdem sollten Investoren die Besteuerung der Anlagen beachten. Die Abgeltungssteuer (Kapitalertragssteuer) beträgt derzeit 25%. Hinzu kommen Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.
Nur eine Anlageklasse ist steuerlich priviligiert: Schiffsinvestments. Diese fallen unter die Tonnagebesteuerung, wodurch die zu zahlende Steuer in der Regel nur bei unter 1% auf den ausgeschütteten Gewinn liegt.
Weitere Gebühren, die Anleger beachten sollten sind Tradingkosten. Diese fallen bei dem Kauf und Verkauf bestimmter Anlagen, wie zum Beispiel Aktien, an. Je öfter Sie Anlagen kaufen und verkaufen, desto höhere Kosten entstehen auch.

6. Nur in eine Anlageklasse investieren

Insbesondere für die Risikominimierung ist es wichtig, dass Anleger ihr gesamtes Vermögen auf mehrere Anlagen in unterschiedlichen Anlageklassen verteilen. Investieren sie in lediglich eine Anlage, ist das Risiko groß, dass Investoren bei Verlusten dieser Anlage auch ihr Gesamtvermögen verlieren.
Das Prinzip der Verteilung des Kapitals auf verschiedene Anlageklassen wird Diversifikation genannt.

7. Übereiltes und emotionales Handeln

Insbesondere bei Wertpapieren, die den Kursschwankungen unterliegen, fällt es vielen Einsteigern schwer auch bei sinkenden Kursen Ruhe zu bewahren. Es ist wichtig, sich nicht zu stark von täglichen Berichterstattungen und Entwicklungen beeinflussen zu lassen.
Bevor Anleger voreilige Entscheidungen treffen, sollten sie sich noch einmal an ihr Anlageziel und ihre Strategie, mit der sie dieses Ziel erreichen wollen, erinnern. Nur wenn Investoren nach genauen Überlegungen zu dem Entschluss kommen, dass ein Verkauf die beste Alternative ist, sollten sie die Anlage abstoßen.

8. Dauerhaft an Verlusten festhalten

Ruhige und bedachte Entscheidungen sind im Kapitalmarkt wichtig. Allerdings sollten Investoren nicht nur aus diesem Grund dauerhaft an Verlusten festhalten und über Jahre hinweg auf einen erneuten Aufschwung der Anlage hoffen.
Anleger sollten sich deshalb direkt zum Kaufzeitpunkt auf ein Limit für das jeweilige Asset für den Verlustfall festlegen. Sollte die Geldanlage unter diese Schmerzgrenze sinken, ist es ratsam sie zu verkaufen.

9. Zu hohe Erwartungen haben

Für das Investieren ist meist Geduld gefragt. Anleger sollten nicht erwarten, innerhalb weniger Wochen ein Vermögen aufzubauen. Der Vermögensaufbau ist ein langfristiger Prozess. Hierbei ist Konsistenz und Zielfokussierung gefragt. Außerdem sollten Investoren bedenken, dass auch kleinere Rückschläge zum Geld anlegen gehören.

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Dann lesen Sie gern unseren ausführlichen Artikel zu diesem Thema

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Gesetzlicher Warnhinweis:
Der Erwerb von Schiffswertpapieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.
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