Festgeld anlegen: Risiko schleichende Enteignung

Alternativen zum Sparbuch

Festgeld ist eine sichere Sache, das Ersparte dank Einlagensicherungsfonds vor Verlusten geschützt. So denken viele Privatanleger – und liegen falsch. Investoren, die Kapital in Festgeld anlegen, sichern sich vor allem Verluste. Lesen Sie hier, wo die Risiken bei Termineinlagen lauern und warum es dennoch sinnvoll ist, einen Teil des Vermögens in Festgeld anzulegen.

Risikofaktor beim Festgeldanlegen: Die Inflationsrate

Der entscheidende Fehler vieler Investoren, die in Festgeld anlegen: Sie haben nur die Zinsen im Blick. Die richten sich beim Festgeld nach der Höhe der Geldanlage und der Laufzeit. Es gilt die Faustformel: Je höher die investierte Summe und je länger die Laufzeit, desto höher der Zinssatz.

Die Inflationsrate blenden Privatanleger bei der Anlageentscheidung häufig aus. Sie ist jedoch ein wichtiger Faktor, da sie die Rendite schmälert oder komplett auffrisst. Schlimmstenfalls erwirtschaften Privatinvestoren, die in Festgeld anlegen, sogar eine negative Rendite. Das ist immer dann der Fall, wenn die Inflationsrate über dem Festgeldzins liegt. Und genau das ist wegen der lang anhaltenden Niedrigzinsphase inzwischen die Regel. Privatinvestoren werden so schleichend enteignet, die Kaufkraft ihrer Geldanlage verringert sich stetig.

Festgeld anlegen und Rendite kassieren – das funktioniert nicht mehr

Die Gefahr der schleichenden Enteignung besteht beim Tages- wie beim Festgeld. Anlegen und die Erträge abschöpfen, diese Taktik funktioniert in Zeiten dauerhaft niedriger Zinsen nicht mehr. Verbraucherschützer warnen, ausschließlich in solche klassischen Anlageprodukte zu investieren, weil diese aufgrund der aktuellen Zinssituation zu realen Verlusten führen.

Eine Einschätzung, die die Frankfurter FMH-Finanzberatung teilt. Banken und Sparkassen zahlten nach ihren Berechnungen in den vergangenen zehn Jahren auf 5.000 Euro Festgeld mit einjähriger Laufzeit im Jahresdurchschnitt 0,82 Prozent Zinsen. Die Inflationsrate im selben Zeitraum lag bei durchschnittlich 1,27 Prozent. Unter dem Strich blieb Anlegern eine negative Rendite in Höhe von 0,45 Prozent pro Jahr – ein dickes Minusgeschäft für Investoren, die in Festgeld anlegen. Im Vergleich zu anderen Geldanlagen schneidet der Anlageklassiker mithin sehr schlecht ab.

Risikoreichere Investments als Ergänzung fürs Portfolio

Es empfiehlt sich dringend, dem Portfolio auch spekulativere Investments beizumischen. Dadurch besteht die Chance, dass alle Geldanlagen zusammen eine deutlich positive Rendite erwirtschaften. Nur in Festgeld anzulegen reicht angesichts der Zinssituation nicht aus, um eine deutlich positive Rendite zu erzielen.

Zu solchen risikoreicheren Geldanlagen als Ergänzung im Portfolio zählen die ausgewählten Schiffswertpapiere, die die Hamburger New Shore Invest direkt und kostenlos über ihre Internetplattform an Privatinvestoren vermittelt. Je nach Projekt bieten die Schiffswertpapiere die Chance auf eine Rendite von 5 bis zu 10 Prozent pro Jahr. Die Rendite kann jedoch geringer oder gänzlich ausfallen. Zudem trägt der Investor das Risiko, dass die Einlage teilweise oder komplett verloren geht.

Trotz der genannten Nachteile, die Tages- und Festgeld im Hinblick auf die Rendite bedeuten, sollten Investoren solche Geldanlageformen nicht gänzlich aus dem Portfolio streichen. Sie sorgen zwar real für Verluste, bieten aber auch Stabilität, Sicherheit, Liquidität und ein gewisses Maß an Flexibilität bei der Geldanlage: In begrenztem Umfang in Festgeld anzulegen hat den Vorteil, dass in relativ kurzer Zeit finanzielle Mittel für außerplanmäßige Ausgaben und lukrative Investments zur Verfügung stehen.

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Gesetzlicher Warnhinweis:
Der Erwerb von Schiffswertpapieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.