Green Shipping: Die Seeschifffahrt erfindet sich neu

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Die Schifffahrt wird grün: Die International Maritime Organisation (IMO) der Vereinten Nationen schreibt der Branche von 2020 an eine drastische Verringerung der globalen Schwefelemissionen vor. Der Ausstoß schädlichen Schwefeldioxids soll um 85 Prozent sinken. Das bedeutet erhebliche Investitionen für die Seeschifffahrtsunternehmen. Lesen Sie hier, wie die maritime Branche auf die Gesetzesverschärfung reagiert – und wie Privatanleger vom bevorstehenden Investitionsschub durch Green Shipping profitieren können.

Green Shipping erfordert erhebliche Investitionen

Nach einer Schätzung der IMO sind weltweit bis zu 70.000 Schiffe von der Verschärfung der Umweltauflagen betroffen. Sie bedeutet den größten Umbruch in Bezug auf Schiffskraftstoffe seit der Umstellung von Kohle auf Öl. Die Branche arbeitet fieberhaft daran, die unter dem Schlagwort „IMO 2020“ bekannte Richtlinie umzusetzen und den Schwefelausstoß der Flotte zum Stichtag zu reduzieren. 

Um die Vorgaben zu erfüllen, sind im Wesentlichen drei Lösungen denkbar:

  • Einbau von Filtern, sogenannten Scrubbern, die den Schwefel aus den Schiffsabgasen waschen. Die Scrubber-Technik ermöglicht es den Schiffsbetreibern, weiter relativ günstiges Schweröl zu verbrennen, gleichzeitig aber die Schwefelemissionen drastisch zu senken.
  • Umstieg auf teureren Schiffskraftstoff mit erheblich geringerem Schwefelanteil 
  • Umstellung des Antriebs auf besonders schwefelarmen Treibstoff wie Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas, LNG)

Nach Einschätzung von Branchenexperten sind jedoch die Scrubber-Nachrüstung und erst recht der Umstieg auf LNG bei älteren Schiffen häufig wirtschaftlich nicht vertretbar. Zudem werden weitere Investitionen erforderlich: Vom Jahr 2022 an greifen erheblich schärfere Regeln für die Behandlung von Ballastwasser (BWT). 

Investitionsschub bringt Chancen für Privatanleger

Die Folge: Ein erheblicher Teil der weltweiten Flotte wird das Zeitalter des Green Shipping nicht mehr erleben und steht vor der Ausmusterung, wodurch sich die Tonnagekapazitäten der Seeschifffahrt verringern werden. Das ist gut für die Auslastung der verbleibenden Schiffe, die die strengeren Anforderungen erfüllen. Zusätzlich trägt der Rückgang der Tonnagekapazitäten zur weiteren Stabilisierung der Frachtraten und damit der Erträge der Reedereien bei. 

Der erwartete Investitionsschub ist für die Transportschifffahrt eine Gelegenheit, sich neu zu erfinden. Privatanlegern bietet der Trend zum Green Shipping die Chance, sich an hochmodernen, sauberen und flexiblen Schiffsneubauten zu beteiligen. Neue Schiffe erfüllen nicht nur die strengeren Umweltstandards, sondern bieten aufgrund ihrer technischen Ausstattung in der Regel auch Kostenvorteile gegenüber älteren Bestandsschiffen.

Das gilt beispielsweise für Kraftstoffverbrauch und Lademöglichkeiten. Die von New Shore vermittelten Neubauten im Multipurpose-/Mehrzweckfrachter-Segment sind sparsamer als die ältere Konkurrenz und zumeist so konzipiert, dass sie sowohl Schütt- und Schwergut als auch Container und Projektladung transportieren können. Green Shipping ist dabei, die Branche von Grund auf zu verändern und zu erneuern.

Die hohe Flexibilität, die Sparsamkeit und nicht zuletzt die umweltfreundliche Transportleistung moderner Schiffe erhöhen die Vermarktungsfähigkeit und somit auch die Aussicht auf eine überdurchschnittliche Rendite für Privatinvestoren. Die von der Hamburger New Shore Invest vermittelten Schiffsinvestment bieten die Chance auf laufende Ausschüttungen und die Möglichkeit an der Wertentwicklung der Schiffe zu partizipieren.

Bildnachweis: iStock, 1010079934, horstgerlach

Gesetzlicher Warnhinweis:
Der Erwerb von Schiffswertpapieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.