Gold als krisensichere Anlage? Das sollten Anleger über Geldanlagen in Gold wissen

Langfristige Geldanlage

Geldanlagen in Gold sind bei vielen Anlegern beliebt, da diese Anlageklasse als besonders wertbeständig gilt – insbesondere in Krisenzeiten. Das Edelmetall wird daher häufig als Schutz vor Inflation und in Krisenzeiten gekauft. Goldmünzen haben zudem oft einen Sammlerwert. Deshalb wird Gold häufig auch als “Krisenmetall” bezeichnet. Erfahren Sie in diesem Magazinbeitrag, wie krisensicher das Edelmetall wirklich ist und wie Anleger in Gold investieren können.

Der Goldpreis – Welche Faktoren beeinflussen den Goldkurs?

Bei einer Investition in Gold können Anleger Gewinne in der Regel über den Goldverkauf und über eine Partizipation an der Wertsteigerung von Gold an der Börse erzielen. Bei einem Verkauf wird das Gold im Idealfall zu einem höheren Preis als der Einkaufspreis wieder veräußert. Der Marktpreis für das Edelmetall wird dabei über den Goldpreis ausgedrückt, welcher vorwiegend in US-Dollar notiert ist. Dadurch kann bei einer Investition in Gold ein Währungsrisiko bestehen: Verändert sich das Verhältnis von Euro zu Dollar, kann das direkte Auswirkungen auf die Renditen der Anleger haben.

Der Goldpreis entsteht an den Rohstoffbörsen durch das weltweite Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Je nach Relation von Marktgleichgewicht und je nach Preiselastizität der Nachfrage und des Angebots steigt oder fällt der Goldpreis. Zudem wird der Preis pro Feinunze Gold berechnet. Eine Feinunze entspricht etwa 31 Gramm. Hierbei wird das Edelmetall auf einer elektronischen Waage genau ausgewogen, um den Wert exakt berechnen zu können. Aktuell ist eine Feinunze über 1.000 Euro wert. Der Endpreis wird anschließend aus Gewicht, dem Reinheitsgrad in Karat sowie dem Tagespreis des Goldes berechnet. Der Goldpreis ist je nach weltwirtschaftlicher Lage Marktschwankungen unterworfen, weshalb der Goldkurs als volatil gilt. Folgende ausgewählte Faktoren können dabei den Goldpreis beeinflussen:

Der Dollarkurs

Gold wird an den internationalen Börsen in US-Dollar gehandelt. Deshalb ist der Währungskurs des Dollars für den Goldpreis relevant. Häufig kann ein schwacher Dollar den Goldpreis nach oben treiben, ein starker Dollar den Wert verringern.

Das Zinsniveau

In Zeiten hoher Zinsen neigen Anleger häufiger dazu in Aktien oder andere Wertpapiere zu investieren. Der Grund: Gold wirft keine Zinsen ab und andere Geldanlagen erscheinen daher für Anleger attraktiver. Niedrige Zinsen  können allerdings ein Indiz für einen steigenden Goldpreis sein.

Verfügbarkeit von Gold

Die weltweiten Zentralbanken halten selbst Goldreserven. Die Deutsche Bundesbank zum Beispiel besitzt etwa 3.400 Tonnen Gold. Würden die Banken einen Teil ihres Goldvermögens verkaufen, kann der Goldpreis, aufgrund der höheren Verfügbarkeit, wieder fallen.

Goldkauf durch ETC`s

Mithilfe von sogenannten Exchange Traded Commodities (ETCs)  oder Zertifikaten können Anleger in einzelne Rohstoffe investieren, ohne das Gold tatsächlich physisch kaufen zu müssen. Dabei wird das Gold von den Emittenten als Sicherheit physisch hinterlegt. Wenn die ETC’s allerdings viel von ihrem Gold veräußern, kann der Goldpreis ebenfalls sinken.

Die Schmuckindustrie

Die Schmuckindustrie ist nach Analysen der Deutschen Bank etwa für die Hälfte der weltweiten Goldnachfrage verantwortlich. Insbesondere in Indien mit Beginn der Hochzeitssaison im Herbst schnellt der Goldpreis aufgrund der stärkeren Nachfrage regelmäßig in die Höhe.

Förderung von Gold

Für die Entwicklung des Goldpreises ist relevant, wie viel Gold überhaupt in den Minen gefördert wird. Hierzu können sich Anleger über die Jahresbilanzen der großen Goldproduzenten über die Förderung von Gold informieren.

Volatiler Goldpreis: Im Jahr 2019 lag der Goldpreis bei durchschnittlich etwa 1.392,60 US-Dollar je Feinunze. Die Feinunze ist ein Massemaß für Edelmetalle. Vor zwanzig Jahren zahlte man für eine Feinunze noch ungefähr ein Fünftel des heutigen Preises.

Direkter Goldkauf: Anlagegold in Form von Barren und Münzen

Investoren können sowohl direkt, als auch indirekt in Gold investieren. Ersteres beschreibt den Kauf von physischen, auch sogenannten handfesten Gold. Hierbei können Anleger, beispielsweise über eine Bank oder einen renommierten und geprüften Online-Händler, Gold in Form von Barren und Münzen kaufen. Steigt der Goldpreis können Anleger das Edelmetall gewinnbringend wieder verkaufen.

Der Kauf von handfestem Gold kann sich insbesondere nach einer Haltedauer von zwölf Monaten eignen, da der Verkauf für Anleger dann steuerfrei ist. Die Aufschläge bei Barren und Münzen sind aufgrund der Produktions-, Präge- und Logistikkosten auch häufig höher als zum Beispiel bei Wertpapieren oder Fonds. Vor einem Goldkauf sollten Anleger die aktuellen Goldpreise  und vor allem die Versandkosten der Händler detailliert miteinander vergleichen, da diese sehr hoch und je nach Anbieter enorm unterschiedlich ausfallen können.

Tipp

Der Kauf und Verkauf von physischem Gold mit einem Goldgehalt von mindestens 99,5 Prozent sind steuerfrei, allerdings mit einer Ausnahme: Sollten Anleger beim An- und Verkauf innerhalb eines Jahres Gewinn erwirtschaften, wird dieser mit dem Einkommenssteuersatz versteuert. Nach der Einjahresfrist entfällt diese Abgabe.

Goldbarren kaufen

Anleger können handfestes Gold in unterschiedlichen Gewichtsklassen erwerben. Bei Barren reicht das Gewicht häufig von 1 Gramm bis hin zu etwa 12,5 Kilogramm, bei Münzen variiert das Gewicht häufig zwischen einer Unze und einer zehntel Unze. Die Preisunterschiede zwischen gleich schweren Münzen und Barren sind dabei relativ gering und hängen eng mit dem so genannten Spotpreis zusammen. Allerdings ist es nicht günstig, physisches Gold zu kaufen. Diese Anlageform eignet sich daher weniger für Kleinanleger. Der größte Bestandteil der Kosten ist die Marge des Händlers, die im Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis zum Ausdruck kommt.

Interessant

Der Spotpreis setzt sich zusammen aus dem Kurs, zu dem der letzte Goldhandel getätigt wurde, dem günstigsten Preis, zu dem die Feinunze Gold gerade auf dem Markt verfügbar ist und dem Kurs, den der Höchstbietende zu zahlen bereit ist.

Aufgrund der weniger aufwendigen Herstellung sind in der Regel Goldbarren kostengünstiger als Münzen. Anlegern wird empfohlen in möglichst große Barren zu investieren, denn diese sind im Verhältnis günstiger: So ist beispielsweise ein 100 Gramm Barren in der Regel preiswerter als zwei 50 Gramm Barren. Der Grund: Bei zwei Barren liegen Prägekosten deutlich höher. Zudem gilt die Regel, je schwerer der Barren, desto günstiger der Preis pro Gramm. Weiterhin kann ein Investment in mehrere Goldbarren von Vorteil sein. Der Grund: Bei Bedarf können kleinere Stückelungen des Anlagegolds wieder verkauft werden. Ein großer Goldbarren ist hingegen nicht teilbar. Hersteller wie Heraeus, Umicore, Pamp Suisse und Perth Mint bieten für Investoren zum Beispiel Stückelungen zwischen einem Gramm und einem Kilo an. Bei einer Investition in Gold sollten Anleger darauf achten, dass Barren eine Reinheit von mindestens 999,9 Tausendstel aufweisen und von der Londoner Rohstoffbörse LBMA zertifiziert wurden.

Goldmünzen kaufen

Bei Münzen wird zwischen Anlagemünzen, häufig auch Bullion- oder Barrenmünzen genannt,  und Sammlerstücken unterschieden. Der Preis von Anlagemünzen orientiert sich dabei am Goldpreis, bei Sammlermünzen hingegen werden unter Umständen die Preise weit über dem Materialwert gehandelt. Weltweit anerkannte Anlagemünzen sind zum Beispiel Krügerrand, Eagle, Maple Leaf, Britannia, Känguruh und Philharmoniker. Deren Kaufpreis bewegt sich im Vergleich zu Sammlermünzen nahe am Spot. Zusätzlich lassen sich diese Münzen in der Regel jederzeit wieder verkaufen. Münzen haben hierbei einen Reinheitsgrad von 90 Prozent.

Gold richtig lagern

Nach einem Goldkauf müssen Anleger das Edelmetall auch sicher verwahren, wodurch zusätzliche Kosten entstehen. Ein Möglichkeit für die Lagerung von Gold ist, das Edelmetall zu Hause zu lagern. Allerdings sollten Anleger hierbei überprüfen, unter welchen Bedingungen die Hausratversicherung im Schadensfall für einen Verlust aufkommt oder ob sogar eine weitere Versicherung abgeschlossen werden muss. Entscheiden sich Anleger für einen Tresor zur Lagerung von handfesten Gold, müssen Anleger die einmaligen Anschaffungskosten und die Kosten für den Handwerker berücksichtigen, da der Tresor häufig in die Wand eingebaut oder im Boden verankert werden muss.

Eine andere Möglichkeit Gold zu verwahren, ist die Nutzung eines Bankschließfaches. Rechtlich gesehen gilt das Schließfach als Sondervermögen und ist somit bei einer Insolvenz des Geldinstituts vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt. Allerdings werden hierbei unterschiedlich hohe Gebühren fällig. Für ein kleines Schließfach bei einer Bank sind Mietkosten zwischen 25 und 65 Euro im Jahr üblich – je nach Anbieter und zusätzlichen Versicherungskosten für den Inhalt des Bankschließfaches. Vor einem direkten Goldkauf müssen Anleger somit auch die Kosten, die durch Lagerung und Versicherung des Edelmetalls entstehen, überprüfen und immer im Verhältnis zum Goldwert beurteilen.

Indirekt in Gold investieren: Weitere Anlageformen in Gold

Statt eines direkten Kaufs von Gold in Form von Barren und Münzen, können Anleger auch indirekt in Gold investieren und indirekt von einer Wertsteigerung des Edelmetalls profitieren. Anleger können so schnell und leicht auf die Entwicklung des Goldpreises spekulieren, ohne selbst physisches Gold besitzen zu müssen und so Lager- und Versicherungskosten sparen.

Edelmetall-Depots

Bei Edelmetall-Depots können Anleger Eigentum an Gold erwerben, das die Anbieter in Tresoren lagern. Diese eingelagerten Barren sind rechtlich als Sondervermögen definiert. Das bedeutet: Im Falle einer Insolvenz des Anbieters sind die Goldbarren oder Münzen vor dem Zugriff anderer Gläubiger geschützt. Edelmetall-Depots sind in puncto Sicherheit mit dem Kauf von physischem Edelmetall vergleichbar. Allerdings sind die Lagerkosten in der Regel höher als bei einem Bankschließfach. So gibt es Anbieter, die zum Beispiel eine Gebühr von etwa 0,75 Prozent des Goldwerts pro Jahr von den Anleger für die Lagerung verlangen.

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Sondervermögen bedeutet, dass die Kapitalgesellschaft das Fondsvermögen getrennt vom Vermögen der Investmentgesellschaft für die Anleger verwaltet, so dass für den Anleger kein Insolvenzrisiko der Investmentgesellschaft besteht. Rechtlich gesehen, gehört das Vermögen also den Anlegern und nicht der Fondsgesellschaft.

Gold-Aktien

Gold-Aktien oder auch Minenwerte sind Aktien  von Bergbauunternehmen, die auf die Suche, Erschließung und Förderung von Gold spezialisiert sind. Mit einer Investition in Gold-Aktien können Anleger von einem steigenden Goldpreis profitieren und über Dividenden und Kursgewinne indirekt beteiligt werden. Allerdings gelten Gold-Aktien als volatil: Der Goldpreis wirkt sich zwar auf Goldminen und damit auch auf die Wertpapiere der Anleger aus, jedoch werden die Kurse der Gold-Aktien hierbei stärker durch die unternehmerische Performance der Goldminenbetreiber sowie die Stimmung an den Börsen beeinflusst. Das bedeutet: Der Aktienkurs wird überwiegend auf dem Aktienmarkt definiert – das führt zu einer hohen Volatilität von Gold-Aktien. Verstärkt werden diese Wertschwankungen durch Unsicherheiten bei der Exploration und Förderung des Edelmetalls. Grund hierfür ist, dass Gold häufig in Ländern ohne ausreichende Rechtssicherheit für operierende Unternehmen aufkommt, dabei sind Probleme mit Förderlizenzen und Enteignungen keine Seltenheit. Gold-Aktien zählen daher zu den risikoreichen Investments. Anleger sollten hierbei über Branchenkenntnisse und Fachwissen verfügen, um im Idealfall von Dividenden und Kursgewinnen profitieren zu können.

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Auf Renditen, die mit Gold-Aktien erzielt werden, müssen Anleger die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent, der Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 Prozent und gegebenenfalls noch die Kirchensteuer entrichten. Auf den Handel mit physischem Gold hingegen, ist nach einem Jahr keine Steuer mehr zu entrichten.

Gold-ETFs

Fonds  werden von Investmentgesellschaften oder Banken aufgelegt, die das Geld verschiedener Anleger bündeln und möglichst gewinnbringend in einzelne Wertpapiere, wie zum Beispiel Gold investieren. Zu den passiv gemanagten Fonds gehören häufig sogenannte ETFs (Exchange Trades Funds). Die Wertentwicklung folgt dabei einem bestimmten Index als Basiswert, bei einem Gold-ETF allerdings folgt sie dem Goldpreis. Die Kaufabwicklung von ETFs ist dabei häufig mit dem Kauf von Aktien identisch.

Ein Gold-ETF nutzt das Geld vieler Anleger, um damit Goldbarren zu kaufen, welche anschließend in der Regel bei einer Bank gelagert werden. An der Börse werden die Anteile entsprechend Angebot und Nachfrage gehandelt. Ein börsengehandelter Gold-ETF ist somit ein Rohstoff-ETF, der häufig aus Goldderivatekontrakten besteht, die mit Gold unterlegt sind. Das heißt: Bei dieser Anlageform besitzen Anleger selbst kein Gold. Anlegern wird lediglich die Möglichkeit geboten, sich an der Performance von Gold zu beteiligen: Steigt der Wert von Gold, legt auch der Kurs des Gold-ETFs zu und Anleger können von diesem Wertzuwachs profitieren. Rechtlich handelt es sich bei Exchange Trades Funds um Sondervermögen.

Allerdings sind reine Gold ETFs in Deutschland derzeit nicht zugelassen. Der Grund: Gemäß den gültigen deutschen Richtlinien darf ein ETF nicht ausschließlich in einen einzigen Rohstoff investieren, sondern muss breiter streuen. Aus diesem Grund müssen Anleger in weitere Anteile und Positionen wie zum Beispiel Wertpapiere mit Goldbezug oder weitere Rohstoffe wie Silber oder Platin investieren.

Gold-ETCs

Im Gegensatz zu Gold-ETFs können Anleger mit Exchange Traded Commodities (ETCs) in Deutschland in nur einen einzigen Rohstoff investieren – in diesem Fall auch in Gold. ETCs zeichnen dabei die Wertentwicklung von Gold eins zu eins nach. Allerdings muss, nicht wie bei Gold-ETFs, das Edelmetall zwingend physisch beim Emittenten vorliegen, sondern kann hierbei auch mit Lieferansprüchen auf das Gold gedeckt werden. Anleger, die in ein Gold-ETC investieren, können somit auch nur ein Anrecht auf die Lieferung von Gold erwerben (“Buchgold”). Ein weiterer Unterschied zu Gold-ETFs besteht darin, dass ETCs rechtlich nicht als Sondervermögen gelten, sondern es sich hierbei um eine Schuldverschreibung handelt. Das bedeutet: Anleger können im Falle einer Insolvenz des Emittenten das investierte Geld vollständig verlieren und tragen somit ein Anbieter- oder Emittentenrisiko. Langfristig können Anleger über Exchange Traded Commodities im Falle einer Wertsteigerung von Gold hohe Renditen erzielen.

Bei einigen ETCs besteht für Anleger die Option, das Gold ausliefern zu lassen: Zum Beispiel über den ETC Xetra-Gold können Investoren sich ihr Gold jederzeit liefern lassen und somit dann auch physisch besitzen.

Gold-Zertifikate

Gold-Zertifikate sind Wertpapiere, die die Entwicklung des Goldpreises nachbilden. Der Wert und der Rückkaufpreis eines Gold-Zertifikats ist somit abhängig von der Kurs­entwicklung des Goldpreises. Das Besondere dieser Assetklasse ist, dass Anleger nahezu von jeder Ent­wicklung des Gold­prei­ses profitieren können: Investoren können mit Gold-Zertifikaten bei seitwärts laufenden oder bei fallenden Märkten von der Entwicklung des Goldkurses profitieren. Mit Long-Zerti­fikaten setzen Anleger auf einen steigen­den Goldpreis, mit Short-Papie­ren können Anleger auf einen fallenden Kurs setzen.

Im Vergleich zu Goldminen-Aktien können Gold-Zertifikate Anlegern eine unmittelbare Partizipation am Goldpreis ermöglichen. Der Grund: Zertifikate bilden den Goldpreis deutlich exakter ab, da der Aktienkurs von Unternehmen aus der Goldbranche stärkeren Wertschwankungen ausgesetzt ist. Rechtlich wird die Anlageklasse als Schuld­verschreibungen definiert und von Emittenten herausgegeben.

Entscheiden sich Anleger in Gold-Zertifikate zu investieren, stehen ihnen eine Vielzahl an Zertifikaten zu Verfügung, wobei die Risikoklassen enorm variieren können. So gibt es besicherte und unbesicherte Gold-Zertifikate, welche mit beschränkter oder unbeschränkter Lauf­zeit, risikoreichere Papiere mit Hebel­wirkung, aber auch Gold-Zertifikate mit und ohne Währungs­absicherung. Anleger sollten vor einer Investition den Wertpapierprospekt daher genau überprüfen.

Goldsparpläne

Mit Goldsparplänen können auch Kleinanleger an der Wertsteigerung des Goldkurses partizipieren. Bei dieser Kapitalanlage handelt es sich jedoch nicht um klassisches Sparen mit einer festen Verzinsung, sondern um eine meist monatliche Investition von häufig niedrigen Beträgen in das Edelmetall. Mit einem Goldsparplan erwerben Anleger dabei nach und nach das Eigentum an Gold, das der entsprechende Anbieter, in der Regel eine Bank oder Edelmetallhändler, für die Investoren lagert.

Die häufigsten Goldsparpläne beruhen auf dem Ansparmodell, dem anteiligen Erwerb von Goldbarren, dem Erwerb von Kleinstbarren oder einer Kombination aller drei Modelle. Beim Ansparmodell zahlen Anleger regelmäßig eine Summe auf ein Konto ein. Sobald der angesparte Betrag ausreicht, um zum Beispiel eine 1 Unze Goldmünze oder ein 50 Gramm Goldbarren kaufen zu können, wird eine Kauforder ausgelöst. Das bedeutet, Anleger können, je nach Anbieter, das ersparte Goldprodukt physisch erhalten.

Beim anteiligen Erwerb von Goldbarren erwerben Anleger hingegen keine ganzen Goldbarren oder Goldmünzen, sondern Anteile an Goldbarren. Der Vorteil: Anleger können auch bei kleinen Sparraten von den niedrigeren Zusatzkosten beim Kauf großer Barren profitieren.

Dadurch, dass Anleger mit einer monatlichen Zahlung kleinere Beträge Gold erwerben, sichern sie sich den Durchschnittspreis und sind deshalb weniger abhängig von der täglichen Entwicklung des Goldpreises. Das bedeutet jedoch nicht, dass Anleger nicht den Risiken eines fallenden Goldpreises ausgesetzt sind.

Chancen und Risiken der Kapitalanlage in Gold

Anleger, die mit einer Goldinvestition attraktive Gewinne erzielen möchten, sollten Gold erst kaufen, wenn der Kurs niedrig ist und verkaufen, wenn der Goldpreis gestiegen ist. Für Anleger, die mit einem Goldinvestment über eine Reserve für einen Notfall verfügen wollen, können sich physische Goldmünzen und Barren eher eignen, da diese sicher im Tresor verwahrt werden. Für Investoren, die hingegen Gold im Anlageportfolio beimischen wollen, um die Schwankungsbreite zu verringern, können sich indirekte Geldanlagen in Gold eignen. Im Vergleich zum direkten Goldkauf können Anleger hierbei bereits mit niedrigen Summen an der Wertsteigerung des Goldpreises partizipieren. Dabei können Investoren zudem Lager-, Versand- und Versicherungskosten sparen. Allerdings besitzen Anleger beim Verkauf von physischen Gold nach einem Jahr steuerliche Vorteile.

Als Beimischung eines diversifizierten Investmentportfolios können Geldanlagen in Gold eine attraktive Geldanlage darstellen. Allerdings sollten nie mehr als 15 Prozent im Anlageportfolio aus Gold bestehen. Damit Anleger eine breite Risikostreuung über unterschiedliche Anlageklassen erzielen können, sollte die Anlageklasse Gold mit weiteren attraktiven Anlageklassen kombiniert werden. Hierfür können sich zum Beispiel Schiffswertpapiere, wie sie über New Shore Invest angeboten werden, eignen.

Gesetzlicher Warnhinweis:
Der Erwerb von Schiffswertpapieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.
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