Kapitalertragssteuer vs. Tonnagesteuer – so profitieren Anleger von einer niedrigen Steuerlast

Tonnagesteuer und Kapitalertragssteuer

Für viele Anleger steht die Rendite ihrer Geldanlage im Mittelpunkt. Dabei dürfen Investoren nicht vergessen, dass die Kapitalerträge anschließend versteuert werden müssen. Für die meisten Gewinne aus den verschiedensten Anlageklassen gilt hierbei die Abgeltungssteuer (Kapitalertragssteuer). Für eine Anlageklasse gilt dies unter anderen jedoch nicht: Schiffsinvestments. Für diese gilt die Tonnagebesteuerung.

Im Folgenden stellen wir die Tonnagebesteuerung näher vor, erläutern die Unterschiede dieser im Vergleich zur Kapitalertragssteuer und verraten, inwieweit Anleger durch die Tonnagebesteuerung von einer niedrigen Steuerlast profitieren können.

1. Danach richtet sich die Besteuerung Ihrer Investment-Gewinne

Die Besteuerung Ihrer Gewinne hängt von der Rechtsform der jeweiligen Investment-Gesellschaft ab.
Als Kapitalgesellschaften gelten beispielsweise die GmbH und die Aktiengesellschaft. Für alle Kapitalerträge, also den Gewinnen aus Kapitalgesellschaften, gilt hierbei die Anwendung der Abgeltungssteuer. So unterliegen beispielsweise Aktiengewinne dieser Besteuerung.
Für Personengesellschaften wie zum Beispiel Kommanditgesellschaften gilt hierbei die Anwendung der Einkommenssteuer.
Die über New Shore Invest vermittelten Schiffsprojekte unterliegen ebenfalls der Einkommenssteuer, da die Schiffsgesellschaften nach einer Kommanditgesellschaft strukturiert sind. Die Höhe der Einkommenssteuersatzes richtet sich hierbei nach der Steuerklasse des jeweiligen Investors.

2. Kapitalertragssteuer: Steuer für Aktien und Co.

Die Abgeltungssteuer, auch unter dem Begriff der Kapitalertragssteuer bekannt, wurde 2009 eingeführt. Diese besondere Form der Einkommenssteuer gilt pauschal für alle Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden sowie Kurs- und Währungsgewinne. Das bedeutet, dass sowohl Aktiengewinne, als auch Erträge aus Immobilien- und Fondsbeteiligungen, die in Form einer Kapitalgesellschaft strukturiert sind, der Abgeltungssteuer unterliegen. Diese steuerliche Abgabe gilt hierbei auch für Erträge aus dem Verkauf dieser Anlageklassen.

Als sogenannte Quellensteuer wird die Kapitalertragssteuer dabei direkt an der Quelle, also von der jeweiligen Bank, an das Finanzamt abgeführt. Auf diese Weise ist die steuerliche Abgabe bereits für den Investor abgegolten. Nur Anleger ausländischer Banken müssen die Steuer selbst abführen.

Berechnung der Abgeltungssteuer

Der Steuersatz der Kapitalertragssteuer beträgt 25%. Hinzu kommen zusätzlich der Solidaritätszuschlag von 5,5% und für viele Personen die Kirchensteuer (je nach Bundesland 8-9%). Pro Person gilt dabei ein Steuerfreibetrag (Sparer-Pauschbetrag) von 801 Euro.

Beispiel für den Gewinn nach Abzug der Kapitalertragssteuer:

Berechnungsgrundlage:
Gewinn vor Steuern: 200 Euro
Kapitalertragssteuer: 25%
Solidaritätszuschlag: 5,5%
Kirchensteuer: 9%

Kapitalertragssteuer: 50 Euro
Solidaritätssteuer: 2,75 Euro
Kirchensteuer: 4,50 Euro

Gewinn nach Steuern: 142,75 Euro

3. Tonnagesteuer als Privileg der deutschen Handelsschifffahrt

  • pauschale Gewinnermittlung
  • steuerliche Bemessungsgrundlage unabhängig von tatsächlichem Gewinn
  • nur in der Schifffahrt anwendbar
  • in der Regel bei unter 1% auf den ausgeschütteten Gewinn

Die Tonnagesteuer wurde 1999 zur Unterstützung des deutschen Schifffahrtsstandortes eingeführt. Das Ziel hierbei war die Angleichung der Besteuerung von Schifffahrtsgesellschaften an den Standard der EU.
Die Tonnagesteuer ist allerdings keine Steuer im eigentlichen Sinn, sondern eine Gewinnermittlung für Handelsschiffe im internationalen Verkehr. Bei der Tonnagesteuer wird der Gewinn des Schiffes pauschal anhand der Nettoraumzahl (NRZ), also dem Rauminhalt des Schiffes, ermittelt. Hierbei bildet nicht der tatsächlich erzielte wirtschaftliche Gewinn die steuerliche Bemessungsgrundlage für die Erträge des Schiffes, sondern der ermittelte fiktive Gewinn.
Dieser ermittelte Gewinn ist dabei häufig deutlich geringer als der tatsächliche Gewinn, sodass Anleger von einer niedrigeren Steuerlast profitieren können.

Tipp

Mit unserem Tonnagesteuerrechner können Sie schnell und einfach den Gewinn nach der Anwendung der beiden Steuerarten miteinander vergleichen.

Voraussetzungen für die Anwendung der Tonnagesteuer

Damit Schiffsprojekte von den Vorteilen der Tonnagesteuer profitieren können, müssen sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  1. Betrieb eines Handelsschiffes im internationalen Verkehr
  2. Bereederung und Geschäftsleitung der Schiffsgesellschaft mit Sitz in Deutschland
  3. Unwiderruflicher Antrag der Schiffsgesellschaft mit 10-jähriger Bindung nach Beantragung

Die über New Shore Invest vermittelten Schiffsprojekte erfüllen diese Voraussetzungen zur Gewinnermittlung über Tonnagesteuer, sodass Investoren von einer niedrigeren Steuerlast profitieren können.

Berechnung der Tonnagesteuer

Die Höhe der Tonnagesteuer ist von der Nettoraumzahl des Schiffes abhängig und kann durch eine einfache Rechnung auch von Investoren selbst ermittelt werden.
Dabei gilt folgende Berechnungsgrundlage:

 

NettoraumzahlBetrag je volle Nettoraumzahl und Betriebstag
bis 1.0000,92 Euro
1.000 – 10.0000,69 Euro
10.000 – 25.0000,46 Euro
über 25.0000,23 Euro
Im Folgenden finden Sie die Berechnung der Tonnagesteuer anhand eines fiktiven Schiffes.

Nettoraumzahl: 1.250
Steuersatz 42% (inkl. Solidaritätszuschlag 5,5%): 44,31%

1.000 x 0,92€/100 + 250 x 0,69 €/100 = 10,93€ Tonnagesteuer-Pauschalgewinn am Tag
10,925€ x 365 = 3.988€ Tonnagesteuer-Pauschalgewinn pro Jahr

Pauschale Steuerzahlung pro Jahr: 1.767€ für das gesamte Schiff

Die Tonnagesteuer für einen einzelnen Anleger hängt hierbei von der jeweiligen Investitionssumme des Investors im Verhältnis zu dem Gesamt-Eigenkapital des Schiffsprojektes ab.
Zur Veranschaulichung wird hierbei ein Gesamt-Eigenkapital von 3.000.000€ angenommen. Investiert ein Anleger eine Zeichnungssumme von 2.000€, so hat er 0,067% des Gesamtkapitals eingelegt. Er muss folglich 0,067% der pauschalen Steuerzahlung leisten.
Für den Anleger fallen daher lediglich 1,18€ Steuern an.

Erwirtschaftet das Schiffsprojekt nun einen realen Gewinn von 10% des Eigenkapitals, also 300.000€, so erhält der Anleger in unserem Beispiel davon 0,067%, also ca. 200€ Rendite vor Steuern und nach Steuern ca. 199€.
An diesem Beispiel ist zu sehen, wie gering die Steuerlast für die Investoren von Schiffen ist.

Tipp

Sie möchten schnell und einfach den Gewinn nach Steuern bei Anwendung der Tonnagesteuer ermitteln? Dann nutzen Sie unseren Tonnagesteuerrechner.

4. Kapitalertragssteuer und Tonnagesteuer im Vergleich

Tonnagesteuer

  • Tonnagesteuer in der Regel unter 1% auf den ausgeschütteten Gewinn
  • Tonnagesteuer ist Methode zur Gewinnermittlung
  • Anwendung nur in der Schifffahrt möglich
Niedrigere Steuerlast für Investoren

Kapitalertragssteuer

  • Kapitalertragssteuer 25% + 5,5% Solidaritätszuschlag + eventuell Kirchensteuer
  • Erhebung auf alle Kapitalerträge
  • Anwendung z.B. bei Aktiendividenden, Zins- und Fondserträge
Höhere Steuerlast für Investoren

Die Tonnagesteuer ist im Gegensatz zu der Kapitalertragssteuer eine Methode zur Gewinnermittlung. Dabei können Anleger von einer deutlich niedrigeren Steuerlast, als bei Anwendung der Abgeltungssteuer, profitieren. Die Tonnagesteuer liegt in der Regel bei unter 1% auf den ausgeschütteten Gewinn. Wohingegen allein die Kapitalertragssteuer bei 25% liegt. Zu dieser kommen zusätzlich die Solidaritätssteuer von 5,5% und in einigen Fällen die Kirchensteuer von 8-9%, je nach Bundesland.
Von dieser niedrigeren Steuerlast können ausschließlich Anleger, die in Schiffe investieren, profitieren. Für alle anderen Anlageklassen, die in Form einer Kapitalgesellschaft strukturiert sind, gilt die Abgeltungssteuer und damit eine höhere Steuerlast.

5. Tonnagesteuerfähigkeit der Projekte über New Shore Invest

Jedes über New Shore Invest angebotene Schiffsprojekt erfüllt alle Voraussetzungen für die Gewinnermittlung nach Tonnagesteuer. Auf diese Weise können Anleger von der niedrigen Steuerlast dieser Investments profitieren. Dadurch erhalten sie einen höheren Gewinn nach Steuerabzug. Zusätzlich können Investoren bei prognostizierten Verlauf von laufenden Ausschüttungen und einer möglichen Wertsteigerung des Schiffes partizipieren.

Gesetzlicher Warnhinweis:
Der Erwerb von Schiffswertpapieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.