Langfristige Geldanlagen: Ein Investment zum Vermögensaufbau

Langfristige Geldanlage

Anlegern stehen verschiedene Möglichkeiten offen, wie und wo sie ihr Geld investieren können. Dabei kann sich die Laufzeit der Anlage, also die Dauer des Investments, je nach Anlageklasse (Assetklasse) stark unterscheiden. So gibt es kurz-, mittel- und langfristige Geldanlagen. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen einen umfassenden Einblick in die langfristigen Geldanlagen geben und dabei Chancen und Risiken der einzelnen Assetklassen beleuchten.

Geld langfristig investieren

Innerhalb der Geldanlagen wird zwischen kurz-, mittel- und langfristiger Laufzeit unterschieden. Der Anlagehorizont, d.h. die Dauer, für die ein Anleger gewillt ist, eine freie Kapitalsumme in eine Anlage zu investieren, orientiert sich an den Wünschen und Zielen des Anlegers und beeinflusst denklogisch die Wahl der Anlageform.

Kurzfristige Geldanlagen

Die Prämie vom Arbeitgeber oder ein kleiner Lottogewinn: Ein plötzlicher Kapitalzuwachs, der nicht sofort benötigt wird, eignet sich hervorragend als Geldanlage und kann in Form von Tagesgeldkonten, Sparbüchern, Geldmarktfonds oder Zertifikaten angelegt werden. Häufig ist das Ziel der Anleger, jederzeit auf diese finanzielle Reserve zurückgreifen zu können. Bei unvorhergesehenen Ereignissen, wie eine unerwartete Auto- oder Waschmaschinenreparatur, können die Rechnungen auf diese Weise schnell beglichen werden. Die Vorteile dieser liquiden Anlagen liegen somit in der Flexibilität und Verfügbarkeit.

Kurzfristige Geldanlagen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr, die absolute Rendite fällt daher jedoch meist sehr gering aus. Kurzfristige Geldanlagen dienen nicht zum langfristigen Vermögensaufbau. Sie können nur auf den Erhalt des Kapitals abzielen.

Tipp

Die Renditechancen und Sicherheit können durch eine ausgewogene Zusammenstellung des Investmentportfolios optimiert werden.

Mittelfristige Geldanlagen

Ein neues Auto oder eine längere Fernreise: Mit dem Erlös aus mittelfristigen Geldanlagen werden häufig kostenintensive Wünsche erfüllt.
Zu den mittelfristigen Geldanlagen gehören Banksparpläne, Fonds, Bausparverträge oder festverzinsliche Wertpapiere mit einer Laufzeit von zwei bis fünf Jahren. Je nach Assetklasse haben Anleger hier zwar die Chance auf höhere Rendite, doch es steigt auch das Risiko für Verluste.

A

Sie wollen mehr zu mittelfristigen Geldanlagen erfahren?

Dann lesen Sie gern unseren ausführlichen Magazinartikel zu diesem Thema.

Mehr erfahren >

Langfristige Geldanlagen

Eine zusätzliche Altersvorsorge oder ein passives Einkommen: Langfristige Geldanlagen können ein idealer Weg zum Vermögensaufbau für die Zukunft sein, haben aber eine Laufzeit fünf bis zehn Jahren und mehr.
Bevor Anleger sich für eine langfristige Geldanlage entscheiden, sollte die zentrale Frage gestellt werden, wie lang das investierte Geld entbehrt werden kann, ohne die eigene Liquidität zu gefährden: Denn eine langfristige Geldanlage lohnt sich meist mehr, wenn das Geld länger investiert bleibt, um so z.B. auch negative Marktschwankungen wieder ausgleichen zu können und den Zinseszinseffekt bestmöglich nutzen zu können. Benötigen Anleger plötzlich Geld, beispielsweise für die teure Autoreparatur, können Basisanlagen, wie Tages- oder Festgeld, als Fundament einer langfristigen Geldanlage von Vorteil sein: Aus diesem Grund wird häufig ein Portfolio bestehend aus kurz-, mittel- und langfristigen Geldanlagen empfohlen.

A

Sie möchten mehr zum Thema passives Einkommen erfahren?

In unserem Anlegermagazin haben wir alle wichtigen Informationen dazu detailliert für Sie in einem Beitrag zusammengefasst. Zum Beitrag passives Einkommen

Mehr erfahren >

Langfristige Anlageklassen im Vergleich

Langfristige Geldanlagen unterscheiden sich hinsichtlich der Kriterien Sicherheit, Verfügbarkeit und Rendite. Für welche Assetklasse sich Anleger entscheiden, hängt von der Risikobereitschaft und den persönlichen Wünschen und Zielen ab. Nachfolgend bieten wir Ihnen einen Überblick über Chancen und Risiken ausgewählter langfristiger Anlageformen:

 

  • Sparbriefe: Das Geld wird zwischen einem und zehn Jahren bei einer Bank angelegt. Per Definition ist damit der Sparbrief je nach gewünschter Laufzeit auch eine kurz- oder mittelfristige Anlage. Sparbriefe gelten zwar als risikoarm, erwirtschaften aber aktuell kaum Zinsen und folglich auch so gut wie keine Rendite.
  • Staatsanleihen: Gehören zu den festverzinslichen Wertpapiere und gelten als risikoarme Geldanlagen mit niedriger Rendite – 2019 folgten sogar erstmals negative Renditen. Der Zinssatz ist abhängig von der Bonität eines Landes und grundsätzlich über den gesamten Zeitraum festgelegt.
  • Aktienfonds: Hierbei wird in ein Bündel aus Aktien investiert, z. B. bestehend aus risikoreichen und risikoarmen Werten oder Aktien einer Industrie (z. B. Technologie Werte), oder einer Regionen (z.B. BRICS oder Emerging Markest) oder einer Kategorie (z. B. nachhaltige Unternehmen). Die Rendite fällt höher aus, jedoch ist ein Investment aufgrund von Marktschwankungen risikoreicher. Anleger gehen dabei das Risiko eines Teil- oder Totalverlustes ihres eingesetzten Kapitals ein.
  • Kapitallebensversicherung: Anleger ergänzen damit ihre Altersvorsorge und sichern gleichzeitig damit ihre Hinterbliebenen ab. Die Geldanlage gilt als sicher, die Rendite ist jedoch geringer und die Verwaltungs- und Bearbeitungskosten sind sehr hoch. Eine vorzeitige Kündigung einer Lebensversicherung führt daher zu immensen finanziellen Einbußen.
  • Geschlossene Fonds: Im Gegensatz zu offenen können Anleger bei geschlossenen Fonds ihre Anteile nicht an den Fonds selbst zurückgeben. Anders als bei einem offenen Fonds werden auch nicht neue Anteile nach Zeichnungsschluss ausgegeben. Ein Verkauf ist darüber hinaus nicht ohne Zustimmung Dritter möglich, wobei der verkaufswillige Anleger auch erstmal einen Käufer für seine Anteile finden muss. Geschlossene Fonds gelten häufig als besonders risikoreich, können im Idealfall aber sehr hohe Renditen erwirtschaften.
  • Immobilien: Immobilien gelten als stabile Anlageform, wenn Lage, Zustand und Marktentwicklung stimmen. Nach einem hohen Kapitaleinsatz in Form des Eigenkapitalanteils und der Kaufnebenkosten können Aufwände wie Instandhaltungskosten oder Rechtsstreitigkeiten folgen, die wiederum die Rendite aus Mieteinnahmen mindern können.
  • Schiffsinvestment: Anleger investieren in ein Schiffsprojekt und können von laufenden Ausschüttungen und der Wertsteigerung des Schiffes Gewinne erwirtschaften. Zusätzlich profitieren Anleger von einer einzigartig niedrigeren Steuerlast, dank der Tonnagebesteuerung.

Vor- und Nachteile langfristiger Geldanlagen

Langfristige Geldanlagen können dank ihrer Laufzeit von fünf bis zehn Jahren und mehr hohe Renditen erwirtschaften. Damit kann für Anleger der Vermögensaufbau, beispielsweise für einen sorgloseren Lebensabend, gelingen. Diese Anlageklassen setzen allerdings auch eine gewisse Risikobereitschaft voraus. Das magische Dreieck des Investierens veranschaulicht den Zusammenhang der Eckpunkte Risiko, Rendite und Liquidität: Sobald einer der Punkte sich weiter ausprägt, wird ein anderer Eckpunkt schwächer. Dementsprechend gibt es keine attraktive Geldanlage ohne Risiko: Sinkt das Risiko, so reduzieren sich auch Rendite oder Liquidität, oder sogar beide.

Das magische Dreieck des Investierens

Ein Vorteil ist jedoch, dass langfristige Geldanlagen nur einmal im Jahr auf die Renditeerwartung überprüft werden müssen – das spart Anlegern viel Zeit. Ein weiterer Pluspunkt besteht in der positiven Auswirkung auf kurzfristige Verluste durch den langen Anlagehorizont: Denn dieser gleicht Einbußen über die Jahre wieder aus und geduldige Anleger können dennoch mit attraktiven Gewinnen rechnen. Auch ist es bei den vielen langfristigen Anlagen im Falle eines plötzlichen Werteverfalls für Anleger möglich, das Kapital rechtzeitig abzuziehen, um Verluste so zu minimieren.

Tipp

Eine langfristige Anlagedauer ist keine Garantie für Rendite am Ende der Laufzeit. Es gibt risikoreiche und risikoärmere Anlageformen.

Mit kurz-, und mittelfristigen Geldanlagen allein ist ein Vermögensaufbau kaum möglich. Eine überdurchschnittliche Rendite können Anleger nur mit einer Beimischung von langfristigen Geldanlagen in ihr Portfolio erwirtschaften.

Schiffsinvestment als langfristige Geldanlage

Schiffswertpapiere zählen ebenfalls zu den langfristigen Geldanlagen und stellen eine Alternative zu Aktien oder Immobilieninvestments dar. Hier werden Anleger durch ein Investment (mittelbar) Miteigentümer eines Schiffes und können von steigenden Charterraten und der Wertsteigerung des Schiffes profitieren und so attraktive Renditen erwirtschaften. Der Anlagehorizont dieser Anlageklasse liegt zwischen 10 und 15 Jahren.

U

Sie wollen erfahren, warum Schiffswertpapiere gerade jetzt eine attraktive Anlageklasse sein kann?

Dann informieren Sie sich gern auf unserer Warum Schifffahrt Seite.

Mehr erfahren >

Gegenüber anderen Assetklassen genießen Anleger hier einen einzigartigen Vorteil: Sie profitieren von der Tonnagebesteuerung, die in der Regel unter 1% auf den ausgeschütteten Gewinn p.a. beträgt. Die Gewinne bei Schiffsinvestments über New Shore Invest unterliegen nicht der Kapitalertragsteuer (25%). Zudem ist eine Investition in Schiffe für Anleger bereits ab einer geringen Zeichnungssumme von 1.000€ möglich. Schließlich werden Schiffswertpapiere (künftig) auch handelbar sein.

Fazit

Mithilfe der Beimischung langfristiger Anlageklassen in ihr Investmentportfolio kann für Anleger der Vermögensaufbau für die Zukunft gelingen. Ein diversifiziertes Portfolio aus kurz-, mittel- und langfristigen Geldanlagen kann dazu beitragen, dass Anleger jederzeit über liquide Mittel verfügen und gleichzeitig attraktive Renditen erzielen.

Ein Beispiel für langfristige Geldanlagen sind Schiffsinvestments: Anleger können hier von einer niedrigen Mindesteinlage und der nahezu steuerfreien Rendite profitieren. Schiffswertpapiere können also eine aussichtsreiche Alternative zu Aktien und Co. darstellen, zumal diese wie Aktien künftig handelbar sein werden. Wie der einfache Investitionsprozess in diese langfristige Geldanlage funktioniert, erfahren Sie in unserer So funktioniert`s Sektion.

Gesetzlicher Warnhinweis:
Der Erwerb von Schiffswertpapieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.