Mittelfristige Geldanlagen: Ohne Risiko drohen Verluste

Mittelfristige Geldanlagen
Kostenintensive Konsumwünsche, wie hochwertige Möbel, eine Fernreise oder ein neues Auto, können durch mittelfristige Geldanlagen wahr werden. Zielsparer haben dabei die Wahl zwischen sicheren Investments mit schwacher Rendite und chancenreichen Anlagen, bei denen ein höheres Verlustrisiko besteht. Erhalten Sie hier einen Überblick zu mittelfristigen Geldanlagen mit einer Laufzeit zwischen zwei und zehn Jahren.

Kurz,- mittel- und langfristige Geldanlagen im Überblick

Innerhalb der Anlagehorizonte wird zwischen kurz,- mittel- und langfristigen Geldanlagen unterschieden. Erstere haben eine Laufzeit von höchstens zwei Jahren und eignen sich für den kurzfristigen Renditehebel. Dabei kann das Portfolio um diese Anlagen ergänzt werden, wenn es zu unerwarteten Kapitalzuwächsen kommt, zum Beispiel in Form von Bonizahlungen des Arbeitgebers oder Erbschaften. Wenn dieses Kapital nicht zur Deckung der laufenden Lebenshaltungskosten und unmittelbar benötigt wird, eignen sich kurzfristige und chancenreiche Geldanlagen besonders gut, um das Gesamtportfolio zu diversifizieren. Langfristige Anlageklassen hingegen sollten die Basis bilden und sind ein idealer Weg zum Vermögensaufbau. Mit einer Anlagedauer bis zu zehn Jahren und mehr können Anleger eine zusätzliche Altersvorsorge oder ein passives Einkommen generieren.

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Mit dem Erlös aus chancenreichen mittelfristigen Geldanlagen können häufig kostenintensive Wünsche erfüllt werden. Anleger haben die Wahl zwischen Aktien, Fonds oder Schiffswertpapieren mit einer Laufzeit von zwei bis zehn Jahren. Je nach Assetklasse haben Anleger hier die Chance auf höhere Rendite, doch es steigt auch das Risiko für Verluste. Zu den klassischen und vermeintlich sehr sicheren mittelfristigen Anlageklassen zählen zum Beispiel Festgeld und ein Banksparplan. Diese Assetklassen gelten zwar als risikoärmer, allerdings fallen in der Zeit von Niedrigzinsen auch die Renditen dieser Anlagen geringer aus. Erfahren Sie im nächsten Abschnitt mehr über die beiden Anlagemöglichkeiten.

Klassische mittelfristige Geldanlagen

Zu den klassischen mittelfristigen Geldanlagen zählen in erster Linie zwei Sparprodukte: Banksparpläne und Festgeld. Ihr großer Vorteil: Anders als bei Aktien, Anleihen und Fonds ist die Einlage inklusive der Zinsen bis zu einer Summe von 100.000 Euro durch den europäischen Einlagensicherungsfonds geschützt. Selbst wenn eine Bank in Insolvenz gerät, sind die Ersparnisse somit bis zu dieser Grenze gesichert.

Festgeld

Beim Festgeld legt der Anleger einmalig eine fixe Summe für einen zuvor festgelegten Zeitraum auf einem Konto an, zum Beispiel 10.000 Euro. Bei einer Anlage über zehn Jahre liegt aktuell der höchstmögliche Zins in Deutschland bei etwa 1,30 Prozent, bei einem mittelfristigen Anlagehorizont von fünf Jahren verringert sich der Zins auf derzeit rund 1,2 Prozent. Der Ertrag inklusive Zinseszins liegt demnach bei 11.378,75 Euro beziehungsweise 10.614,57 Euro. Dafür, dass Anleger zehn Jahre lang keinen Zugriff auf das angelegte Geld haben, sind die Renditen für einen solchen langen Anlagezeitraum weder attraktiv noch inflationsdeckend.

Banksparplan

Im Gegensatz zum Festgeld zahlen Anleger beim Banksparplan eine feste monatliche Summe über einen zuvor definierten Zeitraum auf ein Sparkonto ein, zum Beispiel 200 Euro. Bei einer Laufzeit von sieben Jahren liegt die Ansparsumme bei 16.800 Euro. Das bringt beim besten Anbieter aktuell 1,6 Prozent Zinsen pro Jahr und somit eine Ablaufleistung in Höhe von etwa 17.781 Euro. Aufgrund der aktuellen Niedrigzinsen eignet sich der Banksparplan nur für Sparer, die schon vor vielen Jahren einen Sparplan abgeschlossen haben und sich noch hohe Zinsen sichern konnten. Aktuell gibt es für einen Banksparplan mit einem Anlagehorizont von zehn Jahren maximal bis zu 1,8 % Zinsen. Auch hier ergibt sich nach Abzug der aktuellen Inflation in Höhe von 1,4 % (Stand März 2020) und Kapitalertragssteuer keine nennbare Nettorendite.

Tipp

Für Festgeld als auch für den Banksparplan gilt, je höher die investierte Summe und je länger die Laufzeit, desto höher der Zinssatz.

Chancenreiche mittelfristige Geldanlagen

Alternativ, besser aber lediglich als Beimischung zum Anlageportfolio geeignet, gibt es mittelfristige Geldanlagen, die die Chance auf wesentlich höhere Renditen bieten. Allerdings steigt mit der möglichen Rendite auch das Risiko, Verluste zu erleiden. Zu den chancenreichen Anlageprodukten zählen beispielsweise das Fondssparen, Aktien sowie Schiffsinvestments. Zuletzt genannte Anlagemöglichkeit wird von der Plattform New Shore Invest vermittelt.

Der Blick auf die schwache Rendite sicherer mittelfristiger Geldanlagen verdeutlicht, dass sich auch ein bescheidenes Sparziel derzeit nur durch wohldosierte Beimischung von Investments mit höherem Anlagerisiko ins Portfolio erreichen lässt.

Beim Fondssparen investiert der Anleger ähnlich wie beim Banksparplan eine feste monatliche Summe. Denkbar sind beispielsweise Investments in Aktien- oder Immobilienfonds. Die mögliche Rendite liegt je nach konkretem Fokus des Fonds bei 4 bis 5 Prozent oder mehr. Jedoch ist die Rendite nicht garantiert und es ist nicht sicher, ob das eingesetzte Kapital nicht teilweise oder ganz verloren geht.

Das gilt auch für Aktien-Investments, die sich in der Regel eher als Geldanlage über 20 oder 30 Jahre eignen. Sinkt der Börsenkurs über einen längeren Zeitraum, laufen Zielsparer mit kürzerem Anlagehorizont Gefahr, dass sie ihre Aktien verkaufen müssen, weil sie das investierte Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt für den Autokauf oder die Anschaffung einer neuen Küche benötigen. Zudem besitzen Aktien eine hohe Volatilität. Das bedeutet, dass der Wertpapierkurs den Kursschwankungen des Marktes unterliegt: Die Auswirkungen des Corona-Virus auf die Weltwirtschaft sind hierfür jüngstes Beispiel: Innerhalb kurzer Zeit kam es zu erheblichen Kursverlusten bei Dax, Dow Jones und vielen weiteren Indizes.

Wie bei den Aktien-Investments laufen auch Fondsanleger mit einem kürzeren Anlagehorizont Gefahr, bei sinkendem Börsenkurs ihre Aktien verkaufen zu müssen. Darum sind diese Investments für die mittelfristige Geldanlage relativ riskant. Zudem lässt sich nicht seriös einschätzen, wie sich der Wert von Aktienportfolios und Fonds entwickeln wird. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit sagt nichts darüber aus, wie die Anlagen in der Zukunft performen.

Schiffsinvestments als mittelfristige Geldanlage im Portfolio

Von der Plattform New Shore Invest vermittelte Schiffswertpapiere haben je nach Projekt eine Laufzeit zwischen 2 und 15 Jahren. Das bevorstehende Schiffsprojekt hat einen Anlagezeitraum von 12 Jahren und gilt daher als langfristige Geldanlage. Allerdings sind die Wertpapiere von New Shore so konzipiert, dass sie in naher Zukunft handelbar sind. Daher können auch Schiffswertpapiere eine interessante mittelfristige Geldanlagen darstellen.

Die Schiffsinvestments richten sich ausdrücklich an Privatanleger und bieten diesen die Möglichkeit, mit Einlagesummen zwischen 1.000 und 25.000 Euro an der künftigen Entwicklung der Handelsschifffahrt teilzuhaben. Wie bei Aktien- oder Fondsinvestments ist die Rendite nicht sicher. Auch bei dieser Anlageklasse besteht ein Verlustrisiko.

Gegenüber anderen mittelfristigen Assetklassen genießen Anleger hier einen einzigartigen Vorteil: Sie profitieren von der Tonnagebesteuerung, die in der Regel unter 1% auf den ausgeschütteten Gewinn p.a. beträgt. Das bedeutet: Die Gewinne bei Schiffsinvestments über New Shore Invest unterliegen nicht der Kapitalertragsteuer (25%).

Fazit: Vor- und Nachteile mittelfristiger Anlageklassen

Das Problem für Investoren, die mittelfristig Geld anlegen, liegt im sehr geringen Ertrag. Angesichts der aktuellen Inflationsrate in Deutschland von 1,4 Prozent (Stand: März 2020) wird der Gewinn nahezu von der Teuerung vernichtet. Hinzu kommt, dass Zinseinnahmen oberhalb der Freigrenzen der 25-prozentigen Kapitalertragssteuer unterliegen. Folglich ist die Realisierung größerer Konsumwünsche allein mit Erträgen aus klassischen mittelfristigen Geldanlagen kaum möglich. Als Beimischung in ein diversifiziertes Portfolio, zusammen mit risikoreichen mittelfristigen Assetklassen können aber höherer Renditen erzielt und somit Konsumwünsche erfüllt werden. Schiffsinvestements mit einem mittelfristigen Anlagehorizont können ebenfalls in ein Anlageportfolio integriert werden. Der Vorteil: Anleger profitieren von einer Steuerlast von unter 1% auf den ausgeschütteten Gewinn.

Gesetzlicher Warnhinweis:
Der Erwerb von Schiffswertpapieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.