Schifffahrtsbranche: Die Zeichen stehen auf Wachstum

Schifffahrtsbranche im Aufbruch

Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008, litt auch die Weltwirtschaft erheblich. Dabei betraf die Krise auch die verschiedensten Anlageklasse, wie zum Beispiel den Aktien- oder den Immobilienmarkt. Auch Akteure des Schiffsmarktes erlitten mitunter herbe Verluste.

Doch die Weltwirtschaftkrise ist vorüber und mit dem erneuten Aufschwung der Wirtschaft, steigt auch die Nachfrage in der Schifffahrtbranche zunehmend.
Im Folgenden erläutern wir Ihnen welche Signale für ein aussichtsreiches Wachstum der Transportschifffahrt sprechen und welche Chancen sich hierbei für Privatinvestoren bieten.

Banken setzen auf flexible Schiffsneubauten

Die Banken kehren vermehrt als Finanzierer maritimer Projekte an den Markt zurück. Dies ist ein starkes Signal, dass der Schiffsmarkt wieder besonders attraktiv wird, auch für Privatinvestoren.

Während sich institutionelle Anleger und international ausgerichtete Geldgeber auf große Finanzierungsdeals wie den Bau von Containerriesen konzentrieren, liegt der Fokus kleinerer Banken auf der Finanzierung von flexibel einsetzbaren Küstenmotorschiffen, Mehrzweckfrachtern (MPP) und Container-Feederschiffen. Ein klarer Hinweis darauf, wo die Renditechancen auch für Privatinvestoren am aussichtsreichsten sind. 

Beispiel Ostfriesische Volksbank (OVB): Sie baut ihr Kreditbuch in der Schifffahrt kontinuierlich aus. Das Finanzierungsvolumen beträgt aktuell rund 300 Millionen Euro – ein Plus von 15 Prozent zum Vorjahr (Stand: Januar 2019). Der Geschäftsbereich ist deutlich profitabel. Langfristig plant die OVB, das Kreditbuch für Schiffe auf eine halbe Milliarde Euro auszubauen. 

Hinzu kommt ein Kreditvolumen in gleicher Größe, dass das Geldinstitut an Konsortialpartner in der Schiffsfinanzierung ausplatzieren will. Darunter die DZ Bank, die zentrale Geschäftsbank der Volksbanken für Firmenkunden. Das gesamte Investitionsvolumen steigt entsprechend auf eine Milliarde Euro.

Das wachsende Interesse an Schiffsfinanzierungen ist ein Bekenntnis zur maritimen Branche und zugleich ein Signal, dass die Transportschifffahrt die Talsohle der Krise durchschritten und die Marktbereinigung eine gesunde Basis für dynamisches Wachstum geschaffen hat. 

Steigende Nachfrage in der Schifffahrtsbranche

Die Zukunftsaussichten in der Schifffahrt stehen auf Wachstum. Für das Jahr 2020 geht der Internationale Währungsfonds (IWF) von einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 3,4% aus und das trotz Unsicherheiten wie dem Brexit. Da die Weltwirtschaft ganz entscheidend für das Wachstum des globalen Seehandels ist, profitiert auch die Schifffahrt von einem Wirtschaftsaufschwung.
Laut United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD) wird daher von einer durchschnittlichen prognostizierten jährlichen Wachstumsrate von 3,5% bis 2024 für das Ladungsvolumen der Schifffahrt ausgegangen (Stand: November 2019). Das bedeutet eine zunehmende Nachfrage nach Transportschiffen und damit auch eine verbesserte Flottenauslastung.


Die Transportschifffahrt profitiert weiterhin auch von der steigenden Weltbevölkerung und dem zunehmenden Wohlstand dieser. Dabei wird die Weltbevölkerung voraussichtlich bis 2030 von derzeit 7,6 Milliarden auf 8,5 Milliarden und 2050 sogar auf über 10 Milliarden Menschen steigen. Resultierend aus diesem Wachstum, steigt auch die Nachfrage nach zu transportierenden Gütern, wodurch die Schifffahrtsbranche zusätzlich gestärkt wird.

Hinzu kommt, dass im Zuge der Weltwirtschaftkrise Investitionen in einzelne Segmente der Schifffahrt gemieden wurden. Diese Teilmärkte, wie beispielsweise das Segment der Mehrzweckfrachter (General Cargo), sind nun geprägt von einer veralteten Flottenstruktur. Da ab 2020 nun aber neue Umweltauflagen der International Maritime Organization (IMO) in Kraft treten, kommt es zur verstärkten Ausmusterung der veralteten Schiffe. Der Grund hierfür ist, dass die Nachrüstungen, die notwendig wären, um den neuesten Umweltauflagen zu entsprechen, in vielen Fällen im Vergleich zu dem hohen alter der Schiffe unwirtschaftlich sind.

Diese zunehmende Ausmusterung der Flotte lässt das Angebot an Transportschiffen sinken und die Nachfrage nach modernen bestehenden Schiffen und innovativen Schiffsneubauten voraussichtlich steigen. Auch diese Entwicklung stärkt das Wachstum der Schifffahrtsbranche in der Zukunft.

Eine Branche, in der die Zukunftsaussichten deutlich auf zunehmendes Wachstum stehen, und die Rückkehr wichtiger Schiffsfinanzierer: Das sind deutliche Indikatoren für eine weitere Erholung der Transportschifffahrt und für ein gesundes Wachstum in der Zukunft. 

Anlegern bietet sich mit einem Schiffsinvestment über New Shore Invest die Chance von steigenden Charterraten und möglichen Wertsteigerungen der Schiffe, die sich voraussichtlich im Zuge des zunehmenden Wachstums der Branche ergeben, zu profitieren.

Bildcredit: iStock, 688592654, Nobilior

Gesetzlicher Warnhinweis:
Der Erwerb von Schiffswertpapieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.