Sichere Geldanlage: Warum dem Sparer Verluste drohen

Sichere Geldanlage: Warum dem Sparer Verluste drohen

Sparbuch, Ansparplan, Fest- und Tagesgeld gelten als sehr sichere Geldanlagen. Prinzipiell stimmt das, schließlich ist das Ersparte dank Einlagensicherung selbst im Fall einer Bankenpleite mindestens bis zu einer Summe von 100.000 Euro sicher. Doch wer auf diese Sparprodukte vertraut, riskiert Verluste: In die Kalkulation müssen Privatinvestoren auch die mit dem Investment verbundenen Nebenkosten und die Inflationsrate miteinbeziehen. Beide Faktoren wirken sich negativ auf die Rendite aus und können den Anlageerfolg zunichtemachen.

Zinsvergleich deckt reale Verluste auf

Das Grundproblem der genannten sicheren Geldanlagen liegt darin, dass sie nur schwach verzinst werden. Bereits seit der Finanz- und Wirtschaftskrise vor rund zehn Jahren lassen sich mit sicheren Geldanlagen nur sehr geringe Erträge erwirtschaften. Das belegt die folgende Zinsübersicht mit den derzeit besten Angeboten für klassische Geldanlageprodukte:

  • Sparbuch: 0,35 Prozent Zinsen per annum*
  • Tagesgeld: 0,7 Prozent Zinsen per annum*
  • Festgeld: 1,25 Prozent Zinsen per annum*
  • Ansparplan: 1,5 Prozent Zinsen per annum**

Nach Einschätzung von Verbraucherschützern wird die Niedrigzinsphase weiter andauern, steigen die Sparzinsen auf absehbare Zeit kaum oder gar nicht. Keine guten Aussichten für Privatinvestoren, die ihr Geld sicher anlegen wollen.

Niedrigzins und Inflation werden zur Gefahr für sichere Geldanlagen

Die niedrigen Sparzinsen sind ein großes Problem für Sparer, die ganz auf sichere Geldanlagen setzen. Laut Statistischem Bundesamt liegt die Teuerungsrate aktuell bei 1,7 Prozent (Stand: Dezember 2018) – deutlich über den Sparzinsen. Privatanleger werden somit schleichend enteignet, die Kaufkraft des Ersparten sinkt mit jedem Anlagemonat. Kurz: Mit den vermeintlich sicheren Geldanlagen machen Investoren real Verluste.

Für 2019 rechnet die Bundesbank mit einer Inflationsrate von etwa 1,4 Prozent. Für vorsichtige, rein auf Sicherheit bedachte Sparer bedeutet dies weitere Einbußen.

Nebenkosten schmälern die mageren Erträge aus sicheren Geldanlagen

Noch schlechter fällt die Bilanz für sichere Geldanlagen bei Einbeziehung möglicher Nebenkosten aus. Eine Reihe von Banken und Sparkassen erhebt beispielsweise Gebühren für die Führung von Tages- und Festgeldkonten. Solche Nebenkosten wirken sich zusätzlich negativ auf die ohnehin schwachen Erträge aus.

Im Ergebnis müssen Privatanleger sogar mit Kaufkraftverlusten rechnen, wenn sie Geld in klassische, vermeintlich sichere Sparprodukte investieren. Solche Produkte eignen sich auf absehbare Zeit weder für den Vermögensaufbau noch zum Zielsparen auf ein Auto, Möbel oder eine Fernreise.

* bei 10.000 Euro Anlagesumme

** bei 100 Euro monatlicher Sparsumme über sieben Jahre

Stand: Januar 2019

Bildnachweis: iStock, 955988522, undefined undefined

Gesetzlicher Warnhinweis:
Der Erwerb von Schiffswertpapieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.